Kreisrat verteilt Gelder an Kommunen nach Bedarf
Reschitza (BZ) – Es hat einer außerordentlichen Tagung des Kreisrats bedurft, um 2,354 Millionen Lei aus 20 Prozent der anteiligen Lohnsteuer an die Kommunen des Verwaltungskreises Karasch-Severin/Caras-Severin zu verteilen. Das zusätzliche Geld darf ausschließlich für lokale Entwicklungsprogramme und für Infrastrukturprojekte ausgegeben werden, die einer Kofinanzietrung seitens der Kommunen bedürfen.
1,2 Millionen Lei wurden den Städten des Verwaltungskreises zugeteilt, weil diese laut Kreisratspräses Sorin Frunzaverde „mehr und umfangreichere Infrastrukturprojekte begonnen haben“. Da sich aber im Laufe der Jahre herausgestellt hat, dass immer wieder ein und dieselben Ortschaften am Ende des Jahres „Haushaltsüberschüsse“ aufweisen, also nicht ausgegebenes Geld haben, hat man dieser Tatsache Rechnung getragen und an 22 Kommunen überhaupt kein Geld überwiesen.
Dass auf der außerordentlichen Kreisratstagung an Karansebsch überhaupt keine Haushaltsaufstockung überwiesen wurde, hängt damit zusammen, dass der dortige Bürgermeister, Ion Marcel Vela, gleichzeitig Vizepräsident der Regierungspartei PNL ist und als solcher beste Drähte zu Premierminister Calin Popescu Tariceanu, seinem Parteichef, und zur Regierung hat und praktisch nur mit den Fingern zu schnippeln braucht, um die gewünschten Finanzierungen, am Kreishaushalt vorbei, überwiesen zu bekommen. Reschitza hingegen hat sich sehr bemüht, an mehr Gelder heranzukommen, da hier viele Projekte in unterschiedlichsten Vollzugsstadien sind, doch außer den 230.000 Lei vom Kreisrat sind die Kassen, trotz Versprechungen von den Ministerien in Bukarest, mit nichts Weiterem aufgefrischt worden. Frunzaverde: „Wir müssen die vielen Projekte von Reschitza irgendwie speziell fördern.“
Von den Gemeinden ging das meiste Geld an Bozovici mit seinem großen Siedlungswasserprojekt (54.000 Lei), die geringsten Summen (je 5.000 Lei) an Doclin, Eftimie Murgu und Vrani.





