Donnerstag, 26. August 2010

Sechstes Opern- und Operettenfestival



Die Opernaufführungen werden am kommenden Wochenende unter freiem Himmel stattfinden.
Foto: Zoltán Pázmány


„Die lustige Witwe“ und „Carmen“ im Rosenpark
ao. Temeswar – Es ist bereits zur Tradition geworden: Am letzten Wochenende im August können die Temeswarer Opern und Operetten live im Rosenpark erleben. Zwischen dem 26. und dem 29. August findet das sechste Opern- und Operettenfestival in Temeswar/Timisoara statt. Das Ereignis soll das Kulturleben fördern und allen die Möglichkeit geben, Aufführungen der Temeswarer Staatsoper kostenlos zu verfolgen. Vier Tage lang werden auf der Bühne im Rosenpark zahlreiche Stücke aufgeführt.
Das Festival beginnt morgen im Rosenpark: „Carmen“ von Georges Bizet eröffnet in diesem Jahr die Reihe der Aufführungen. Für Freitag, dem 27. August, ist die Operette „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár programmiert. Am Samstag kann die komische Operette in drei Akten „Wiener Blut“ von Johann Strauss und Franz Lehár gesehen werden. An der Aufführung beteiligt sich das österreichische Ballettensemble aus St. Polten. Am Sonntag, dem 29. August, wird um 12 Uhr die Oper für Kinder „Der gestiefelte Kater“ von Cornel Trailescu aufgeführt. Abends wird dann „My fair lady“ von Frederick Loewe vorgestellt. Alle Aufführungen beginnen kurz vor Einbruch der Dunkelheit, um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Das erste Opern- und Operettenfestival fand 2005 in Temeswar statt, seitdem lockt das Festival jährlich zahlreiche Operngänger in den Rosenpark. Die Veranstalter versuchen jedes Jahr andere Aufführungen zu präsentieren. Im vergangenen Jahr wurden auf der Bühne im Temeswarer Rosenpark Opern und Operetten wie „Nabucco“ von Giuseppe Verdi, „Der Barbier von Sevilla“ von Gioacchino Rossini oder das Stück für Kinder „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck aufgeführt.

Die Lugoscher freuen sich

Zahlreiche Autos befahren kurz nach der offiziellen Einweihung die Umgehungsstraße der Stadt Lugosch.
Foto: Raluca Nelepcu



Ringstraße leitet Schwerverkehr um
rn. Lugosch – Die Freude stand ihnen regelrecht ins Gesicht geschrieben: Die Lugoscher, die am Samstagnachmittag über die erst vor einigen Stunden offiziell eingeweihte Ringstraße fuhren, zeigten sich begeistert von der Straße, die die Stadt vom gesamten Schwerverkehr entlastet. Zwei Jahre hat es gedauert, bis die Ringstraße der Stadt Lugosch/Lugoj im Verwaltungskreis Temesch/Timis gebaut wurde, 24 Millionen Euro hat das Unterfangen gekostet, worum sich das portugiesische Joint-Venture Monte Adriano/Soares da Costa kümmern musste. „Die Straße ist eben“, stellte der rumänische Premierminister Emil Boc infolge eines sogenannten „siebenbürgischen Testes“ bei seinem Besuch in Lugosch fest. (die ADZ berichtete) Die Umgehungsstraße der Stadt an der Temesch ist eine der wenigen Straßen, die im Banat termingerecht fertiggestellt wurden. Die im Vertrag festgehaltene Baufrist wurde eingehalten.
2008 begannen die Bauarbeiten an der Ringstraße, im März diesen Jahres sollte sie für den Verkehr geöffnet werden. Doch dann kam es doch anders: Einige Grundstücksbesitzer aus der Ortschaft Costei wollten die Entschädigung nicht akzeptieren, die ihnen der rumänische Staat für ihre Grundflächen, die von der Umgehungsstraße durchquert wurden, zahlen wollte. Der Disput ließ sich regeln – der Staat zahlte Entschädigungen im Gesamtwert von 3,4 Millionen Euro. Dann tauchte ein anderes Problem auf: Ein Gasrohr musste verlegt werden. Die Arbeiten verzögerten sich um einige Monate, bis es dann am 15. August soweit war: Das Regionalamt für Straßen- und Brückenbau meldete die Beendung der Bauarbeiten.
Die Lugoscher Ringstraße wurde zu drei Vierteln über nicht rückzahlbare EU-Mittel finanziert, den Rest steuerte die rumänische Regierung bei. Sie ist 9,6 Kilometer lang und umfasst drei Brücken und 19 Überführungen. Nachdem nun der Schwerverkehr nicht mehr über die engen Straßen in der Stadt rollt, sollen diese generalüberholt werden. Zu den Straßen, die am meisten beschädigt wurden, gehört die Bucegi-Straße, die durch das Zentrum führt. Hier müssen Autofahrer auf die zahlreichen Wellen und Risse im Asphalt achten.

Das Grillengezirpe im Botanischen Garten


Lioara Peta (24) wohnt im Temeswarer Dacia-Viertel. Sie hat die Fakultät für Kommunikationswissenschaften an der West-Uni abgeschlossen.

Zum Sehen
: Die Synagoge in der Innenstadt, weil die Architektur absolut faszinierend ist. Ich selbst habe sie auch erst vor Kurzem entdeckt. Es ist beeindruckend, dass bei einem so großen Gebäude die Details erhalten geblieben sind.

Zum Hören: Das Grillengezirpe am Abend im Botanischen Garten, in Begleitung eines Menschen, den man gern hat. Man kann auf dem Gras liegen und die Sterne bewundern.

Zum Genießen: Ein Kuchen im Restaurant „Casa cu flori“ in der Alba-Iulia-Straße. Ich würde einen „Mimoza“-Kuchen empfehlen – für Leute, die süßigkeitenabhängig sind so wie ich. Aber Achtung: Der Kuchen enthält wirklich sehr, sehr viel Zucker.

Integrationsproblem weitergeschoben

Von dem Presserummel gestört: Einige Roma wollten nicht gefilmt werden.
Fotos: Zoltán Pázmány


Roma aus Frankreich auf Kurzurlaub in Rumänien
Von Olivian Ieremiciu

Temeswar, Freitagnachmittag. Das Flugzeug ist gelandet. „Wieso ist die ganze Presse und die Polizei hier?“, fragen einige Fluggäste anderer Linien, die gerade aus dem Urlaub kommen. „Oh ja, klar“. So die meisten, nachdem man ihnen erklärt, dass gerade 124 Roma, aus Frankreich kommend, gelandet sind. Der französische Staat beschenkte jeden erwachsenen Roma, der freiwillig das Land verlassen und ins Heimatland zurückgekehrt ist, mit 300 Euro. Für jeden Minderjährigen wurden 100 Euro ausgezahlt.
Ob es der Presserummel war, die Hitze oder gar ein bisschen Unmut über die Rückkehr nach Rumänien: Einige der Roma zeigten sich extrem aggressiv, schimpften, spuckten, nach einem Kameramann des Nachrichtensenders Realitatea TV wurde mit einem Stück Salami geworfen. Auf die Frage, woher sie denn kommen, da sie sich so aufführen, kam prompt die Antwort: „Aus dem Dschungel“. Ein Großteil zeigte sich jedoch den Medien gegenüber etwas wohlgesinnter und antwortete artig auf die Fragen der Journalisten. „Ihr provoziert sie doch bloß“, klagte vorwurfsvoll ein Verantwortlicher einer regierungsunabhängigen Organisation für die Romaintegration. Da sich die Medien auf jeden ausgecheckten Fluggast stürzten, war die Aussage auch irgendwie verständlich.
„Für den Urlaubsmonat August stellt der französische Staat den willigen Roma 300 Euro für Erwachsene und 100 Euro für Kinder zur Verfügung, um in ihre Heimatländer zurückzukehren. Ein Flug wird ebenfalls unentgeltlich zur Verfügung gestellt“. Wenn so die Werbung eines Reiseunternehmens lauten würde, wären nicht wenige sofort empört, dass die Reiseanbieter diskriminierend vorgehen: In diesem Fall würden sich jedoch diejenigen diskriminiert fühlen, die nicht der Roma-Abstammung sind.
Dass es sich für die Neuankömmlinge in der alten Heimat um einen Kurztrip handelt, geben die meisten der Neuankömmlinge gerne zu: „Ich bleibe ein paar Tage und kehre nach Frankreich zurück“, sagte einer der Befragten. Ein anderer hat es noch eiliger: „Ich setze mich sofort ins Auto und weg bin ich“, sagte dieser. Dass sie es auch ernst meinen, wurde nach der Ausfahrt aus dem Temeswarer Flughafen „Traian Vuia“ deutlich. Nachdem die Roma in die Busse eingestiegen waren, die ihnen für die Fahrt zur Verfügung gestellt wurden, fuhren viele nur einige Meter, bis hinter die Schranke des Flughafenparkplatzes. Hier stiegen sie um. In Fahrzeuge von Freunden und Verwandten: Alle mit französischen und italienischen Kennzeichen...
Wieso sie nicht in Rumänien bleiben möchten? „Hier sterbe ich den Hungertod. Die Franzosen sind viel besser und spendabler“, so eine Romnia mittleren Alters. „Wir haben keine Arbeit und niemand stellt uns ein, weil wir Zigeuner sind“, klagte ein „Rückkehrer“. Wie die Roma die Diskriminierungsschiene europaweit fahren, erzählte George Schopflin, Europaabgeordeneter aus den Reihen der ungarischen Fidesz-Partei für die rumänische Tageszeitung EVZ. Roma kamen laut Schopflin in England an und beantragten Asyl. Der Grund: Diskriminierung und Verfolgung in den Heimatländern. „Selbstverständlich gewähren wir euch Asyl“, lautete die Antwort der britischen Regierung. Einige Monate später: die selben Roma, wieder bei der Asylbeantragung. „Ihr wart weg? Wo kommt ihr denn her?“, lautete die wohl berechtigte Frage der Briten. „Wir waren zu Hause, um Weihnachten zu feiern“, so die Antwort der in den „Heimatländern Verfolgten“.
Großgeschrieben und breitgetreten wird das Wort „Integration“. Was das genau heißt und wie es vonstatten gehen soll? Auf diese Frage folgt meist ein Schulterzucken oder, bestenfalls, ein paar vage, theoretische Erklärungsversuche. Viel in dieser Richtung ist in Rumänien jedenfalls nicht geschehen. Und wie es weitergehen soll mit der Integration der Roma, ist auch fraglich. Fest steht, dass beim Ankommen einer anderen Kultur und Mentalität die Verantwortlichen (europaweit, nicht nur in Rumänien) keine Lösungen finden. Paradebeispiel Frankreich 2010.

„Alles verläuft nach Plan“

Von einer Richtung der Brücke bei Ghiroda gelangt man auf Asphalt, von der anderen Seite durch verunkrautetes Feld.
Foto: Zoltán Pázmány


Zusicherung der Bauherren über Einhaltung der Termine
oi. Temeswar - Wie jeder, der neu im Amt ist, legt auch Sorin Grindeanu mit viel Eifer los. Seit einiger Zeit bekleidet er nicht nur den Posten des Vizebürgermeisters der Stadt Temeswar/Timisoara, sondern ist auch für den Bau und die Instandhaltung der städtischen Straßen zuständig ist. Seither unternimmt er verschiedene Kontrollen. Bei seinen – angekündigten – Besuchen wird heftig gearbeitet. Zusicherungen, dass die Termine für die Fertigstellung der Arbeiten plangemäß verlaufen, gibt es auch zu Hauf.
Vor einigen Tagen wurde unter anderem die Überführung an der Schager Straße besichtigt. Fleißig waren alle an der Arbeit, um den Vize - der in Begleitung der Presse die Besichtigung der Baustelle vornahm – von ihrer Tüchtigkeit zu überzeugen. Besonders viel ein Arbeiter auf, der heftig den sich immer wieder aufwirbelnden Staub mit einem Besen und viel Enthusiasmus auch immer wieder von der Straße kehrte. Eine Sisyphus-Arbeit, die (hoffentlich!) wohl nur zu dieser Angelegenheit geleistet wurde, besonders wenn man den Besen betrachtete, der sich in Neuzustand befand. Eine Stunde nach dem Besuch standen sowohl der Besen als auch alle anderen Gerätschaften, die beim Besuch auf Hochtouren liefen (ein Bohrhammer ging während des Besuchs sogar kaputt, wohl nicht an den plötzlich angewandten Arbeitsrhythmus gewohnt).
Was jeder Bauherr zusichert, ist die Einhaltung der Termine, die für die Fertigstellung der Arbeiten angegeben wurden. Falls dies wirklich geschehen sollte, würde dies zu den Ausnahmen in Rumänien gehören. So zum Beispiel werden – theoretisch jedenfalls – sich die Temeswarer Bürger im November gleich zweimal freuen dürfen: Sowohl die Schager Überführung als auch die Brâncoveanu Straße, an der zurzeit gearbeitet wird, werden für den Verkehr freigegeben.
Die Bewohner der Ortschaft Ghiroda werden sich den neu gebauten, schon fertiggestellten Brücke über der Bega schon früher erfreuen dürfen: Ende August soll sie eingeweiht werden.
Aus dem Bürgermeisteramt waren einige Stimmen zu hören, dass es „die Brücke zum Nirgendwo“ sein würde. Einige gingen sogar weiter und meinten, dass die Brücke, die vom Bürgermeisteramt Ghiroda durch Regierungsprogramm gebaut wurde, sogar abgerissen werden müsse: Sie soll nicht hoch genug sein und hätte nicht die nötigen Genehmigungen bekommen. Dies erwies sich im nachhinein als falsch. Titu Bojin, Leiter der Banater Behörde für Wasserbewirtschaftung, verlautbarte, dass die nötigen Genehmigungen erteilt wurden und in Sachen Höhe auch kein Problem besteht, da es zur Zeit keine Pläne für die Schiffahrt auf dem Begakanal gibt.
Seinerseits hat das Temeswarer Bürgermeisteramt auch irgendwie Recht: Nach der Überquerung der Brücke von Ghiroda aus kommt man tatsächlich in ein Dickicht, der einen mit den Gedanken weit weg führt. Dass diese „Straße“ im Temeswarer Plopi-Viertel landet, wäre auf den ersten Blick nicht zu erwarten.

Hell, attraktiv und sparsam

Die griechisch-katholische Kathedrale wurde in ein besseres Licht gestellt. Es ist vorläufig das einzige Gebäude mit Architekturbeleuchtung in Lugosch.
Foto: Raluca Nelepcu


Effizientes Lichtmanagement in Lugosch
Von Raluca Nelepcu

Die Stadt Lugosch/Lugoj misst einem professionellen Lichtmanagement große Bedeutung bei. Nicht nur Einsparungen sollen demnächst realisiert werden. Die Stadt an der Temesch/Timis soll bei Nacht attraktiver werden, verspricht die Kommunalverwaltung.
Seit vergangenem Jahr kümmern sich zwei Unternehmen aus Temeswar/Timisoara um die öffentliche Beleuchtung in Lugosch. „Elba“ und „AEM“ unterzeichneten Ende Oktober 2009 mit der Lugoscher Kommunalverwaltung einen Vertrag, der eine Gültigkeit von zehn Jahren hat. Hier wird festgehalten, dass mit Hilfe der zwei Firmen das gesamte Straßenbeleuchtungssystem modernisiert und die Kunstbeleuchtung der historischen Gebäude und öffentlichen Plätze in der Stadt umgesetzt wird. Das Beleuchtungssystem der Stadt Lugosch soll aber nicht nur gemanagt und gewartet, sondern auch sparsamer betrieben werden.
Etwa 2.650 Beleuchtungskörper wurden bis August mit neuen ersetzt, damit der Energiekonsum deutlich reduziert wird. Und mittlerweile profitiert die Stadt von den Veränderungen. „Die Energierechnung ist von 106.000 Lei auf 68.500 Lei gesunken. Gleichzeitig ist die Zahl der Leuchtkörper von 2.000 auf 2.650 gestiegen. Am Ende der Arbeiten soll es 3.100 Lichter in Lugosch geben“, teilte Bürgermeister Francisc Boldea Ende Juli der Presse mit. Jährliche Einsparungen von einigen zehntausend Lei bei gestiegener Licht-Qualität ist einer der zahlreichen positiven Effekte des neuen Lichtmanagements. In den Straßen Timisoarei, Avram Iancu und an der Uferstraße des 1. Dezember werden zur Zeit die Leuchtkörper ausgetauscht.
Um die Stadt bei Nacht attraktiver erscheinen zu lassen, sollen einige Bauten kreativ beleuchtet werden. Die Umsetzung der Architekturbeleuchtung hat in Lugosch mit der griechisch-katholischen Kathedrale aus dem Stadtzentrum begonnen. Die Lichter wurden anlässlich des Lugoscher Stadtfestes, der orthodoxen „Ruga“, angemacht. Es folgt die künstlerische Illumination von weiteren Kirchen sowie von öffentlichen Plätzen, Gebäuden und Brücken. Demnächst sollen die orthodoxe Kirche „Auferstehung der Mutter Gottes“, die reformierte Kirche, das „Coriolan Brediceanu“-Kolleg, das städtische „Traian Grozavescu“-Theater und die Eisenbrücke – ein Symbol der Stadt – eindrucksvoll beleuchtet werden. Bis zu den Winterfeiertagen wird Lugosch bei Nacht in einem komplett neuen Licht erscheinen, verspricht der Stadtvater. Dies sorgt nebenbei auch für mehr Sicherheit und Wohlbefinden bei den Bürgern.
Gleichzeitig haben die Modernisierungsarbeiten des öffentlichen Beleuchtungsnetzes im eingemeindeten Dorf Maguri begonnen. Der Vertrag mit „Elba“ und „AEM“ hat einen Wert von fast 10 Millionen Euro, ausschließlich der Mehrwertsteuer.

Streiflicher durchs Banater Bergland

Blitzschlag: 46 tote Schafe
Semenik - Ein Schäfer, der auf dem Hochplatteau des Semenik 300 Schafe zur Weide getrieben hatte, wurde von einem Gewitter überrascht. Ein Blitz erschlug ihm 46 Schafe. Glücklicherweise hatt der Herdenbesitzer die Schafe versichert – es treiben sich in den Wäldern des Semenik auch immer mehr Wolfsrudel herum – und aufgrund der Schadenserhebung durch die Berg-Gendarmerie wird die Versicherung den Schaden ersetzen.

Bildhauerei: 31. Pleinair
Berzasca - Zwischen dem 10. und dem 31. August findet in Berzasca das 31. Pleinair der Bildhauer und Maler statt, zu dem die Filiale Reschitza des Künstlerverbands UAP einlädt. Die Veranstaltung wird vom Kreisrat Karasch-Severin und vom Kommunalrat Berzasca unterstützt. Der Bürgermeister von Berzasca, Nicolae Petru Furdiu, sagte bei der Eröffnung, dass er sich wünschte, dass seine Gemeinde zum ständigen Veranstaltungsort des Pleinairs werden soll. In diesem Sommer beteiligen sich Künstler aus Reschitza, Temeswar, Arad und Bukarest.

Bildungsmisere: weiterhin Vorbeugehaft
Karansebesch
– Die 29 Tage Vorbeugehaft für Nicoleta Guma, Ex-Direktorin des Karansebescher Museums für Ethnografie und des Grenzregiments und Vertrauensfrau dieses Raums der Bukarester privaten Universität „Hyperion“, Eugen Tacot², Kursant der Universität aus Ferdinandsberg/Otelu Rosu wurden vom Temeswarer Berufungsgericht auf Antrag der Staatsanwälte der Nationalen Antikorruptionsbehörde DNA bestätigt. Bestätigt wurden auch 22 Tage Vorbeugehaft für den Bukarester "Hyperion"-Professor Gheorghe Stancu. Gegen alle Genannten gibt es den durch ein Flagranti bestätigten Vorwurf der Schmiergeldgabe und –annahme.

Blitzbesuch: Investieren die Araber?

Reschitza – Die SS General Trading aus den Vereinigten Arabischen Emiraten war durch ihren Präsidenten Dschihad Shaikh Solaiman und ihren Rumänienvertreter Serban Tanase in Reschitza anwesend, um sich vor Ort über Möglichkeiten zum Investieren zu informieren. Die Araber führten Gespräche mit dem Kreisratsvorsitzenden Sorin Frunzaverde, der ihnen sein Projekt „Alpines Reschitza“ vorstellte, mit dem Vizebürgermeister von Reschitza, Sorin Simescu, der ihnen den Industriepark im Terova-Tal zeigte, sowie mit Petru Buzzi, der ihnen als Präsident der Handelskammer einen Überblick zur Wirtschaftslage im Verwaltungskreis Karasch-Severin machte. Nicusor Vasilescu, Bürgermeister von Herkulesbad, zeigte der Delegation zuerst den Flughafen Karansebesch und anschließend den Badekurort im Cernatal.

Giftschlangen immer häufiger

Der Klimawandel könnte die Ausbreitung der Areale bewirken

wk. Bozovici – Eine Schlangen- und Giftschlangeninvasion findet gegenwärtig im Alm²j-Tal im Banater Bergland statt. Dadurch, dass die Bewohner zwar darüber aufgeklärt sind, dass die im Südbanat lebenden Vipernarten unter Natur- und EU-Schutz stehen, nicht aber, wie sie die Giftschlangen erkennen und sich und ihre Haustiere gegen ihre Bisse schützen können, herrscht dort eine Panikstimmung, die auch zu Exzessen und (bewussten oder unbewussten) Gesetzesübertretungen führt.
Die meisten Vorfälle mit Giftschlangen wurden während der Feldarbeiten verzeichnet. Einen Bauern aus Dalboset biss eine Viper bei der Heumahd. Er wurde rasch ins Krankenhaus von Bozovici transportiert, wo er stabilisiert wurde, bis das Gegengift aus Herkulesbad/Baile Herculane angeliefert wurde. Ebenfalls in Dalboset entdeckte eine Familie zwei Hornvipern, die sich auf der Betonfassung ihres Hofbrunnens sonnten. Sie erschlugen die Schlangen (eine strafbare Tat), benutzen aber seither das Wasser ihres Brunnens nicht einmal mehr zur Viehtränke. Sie haben Angst, dass es vergiftet sein könnte. Auch aus Prilipet und aus Sopotul Nou am Oberlauf der Nera werden neuerdings fast täglich Vorfälle mit oder Beobachtungen von Schlangen gemeldet. In einem Weiler bei Sopotul Nou entdeckte eine Familie ein Schlangennest. Sie zündeten sämtliche Nattern an, ohne viel zu untersuchen, ob diese giftig oder ungiftig waren.
In den Sommerhürden der Schafe auf dem Blidari-Berg am Südrand der Almaj-Senke sowie in den Szallaschen am Nordrand der Senke, in den weiträumig unbewohnten Gebieten Richtung Semenik häufen sich die Nachrichten über Schlangenbisse bei den Schafen. Jede solche Nachricht trägt zusätzlich zur Panikstimmung in der Bevölkerung bei. Immer lauter werden behördliche Maßnahmen gegen die „Schlangeninvasion“ gefordert.
Gegengift gegen Vipernbisse gibt es gegenwärtig im Arzneiendepot der Direktion für Öffentliche Gesundheit (DSP) in Reschitza sowie in den Notaufnahmen der Krankenhäuser von Reschitza und Herkulesbad. Die anderen Krankenhäuser verfügen angeblich über keine adäquaten Lagerungsbedingungen. Erfolgreiche Interventionen gegen Vipernbiss hängen folglich auch von der Schnelligkeit des Transports des Gegengiftes aus Reschitza oder Herkulesbad zum Unfallort ab. Dr. Mircea Borcau, DSP-Direktorstellvertreter: „Im Verwaltungskreis Karasch-Severin gibt es keine Giftschlangen und Vipern leben nur in den Karstklammen“.
Naturschützer, allen voran die Hobby-Speläologen der Reschitzaer „Exploratorii“, die seit Aufnahme ihrer Tätigkeit zu Beginn der 70er Jahre viel Erfahrung im Umgang mit Vipern sammeln konnten, sind da ganz anderer Meinung. Die Gesundheitsbehörde müsse sich wohl nach den offiziellen Einschätzungen und Daten richten (Was nicht auf dem Papier steht gibt es nicht!) und die aktuelle Situation ignorieren, aber offensichtlich hätten wir es einerseits mit den Folgen des Klimawandels zu tun, andererseits aber anscheinend auch mit Folgen der Chemisierung der Landwirtschaft: die effizientesten Bekämpfer der Jungschlangen, die Greif- und Raubvögel, verschwinden wegen der Chemikalien und Gifte zusehends aus der Landschaft des Banater Berglands und ohne natürliche Fressfeinde gerät jedes natürliche Gleichgewicht aus den Fugen. Das trage dazu bei, dass die Vipern bereits weiträumig ihre konsekrierten Areale – wie sie die Gesundheitsbehörde zur Kenntnis nehmen muss, eben die Karstklammen - verlassen haben und in Ausbreitung begriffen sind.