Silberne Anhänger und Blumen, am meisten verkauft/ Von Ana Saliste
Nicht derselben Meinung ist aber die 24-jährige Amalia, die bereits am 1. März nur noch ein paar Märzchen übrig hatte. „Ich habe über die Hälfte der Ware an Bekannte und Freunde verkauft. Sie haben mich angerufen und eine genaue Anzahl von Märzchen bestellt“, sagt sie lächelnd. Dies ermuntert sie, künftig auch ihre eigene Schmuckfirma zu gründen. „Ich glaube nicht, dass es dabei viel Profit geben wird, aber ich mag das und ich habe schon meine Kunden“, sagt Amalia. Sie hat die Preise in diesem Jahr um Einiges erhöht, nicht wegen dem teurer gewordenen Material, sondern viel mehr wegen der Zeit, die man für die Anfertigung von Märzchen braucht. „Ich habe im letzten Monat nächtelang geschuftet. Es war auch meine Schuld. Ich hätte schon früher mit der Arbeit beginnen müssen, aber ich habe auch einen festen Job und deswegen nicht sehr viel Freizeit übrig“, sagt sie.
Andere Verkäufer, die Hand-made-Märzchen aus Keramik anfertigen, geben auch zu, sie mussten die Preise erhöhen, weil das Material teurer wurde. „Ein Märzchen, das im vergangenen Jahr 2 Lei gekostet hat, habe ich in diesem Jahr um 3 Lei verkauft“, sagt Andreea, eine Verkäuferin, die seit fünf Jahren Märzchen verkauft. Von der Finanzkrise fühlt sie sich ebenfalls nicht betroffen. „Seit drei Jahren verkaufe ich nicht mehr so viele Märzchen wie früher, es geht nicht mehr um die Krise. Die Menschen vernachlässigen immer mehr diese Tradition oder improvisieren. Anstatt eines Märzchens kaufen sie eine Blume oder einen Kuchen oder irgend etwas anderes“, sagt sie.
Das geben auch die Kunden zu. Enkelkinder zum Beispiel kaufen für ihre Großmütter längst kein Märzchen mehr, sondern Blumen. „Jedes Jahr schenke ich meiner Großmutter und meiner Mutter je einen Blumenstrauß zum 1. März. Für den 8. März ist es komplizierter, denn ich muss passende Geschenke suchen“, sagt Mihai Farkus.
Foto: Nicoleta Dobos
Wenn man aber ein üppigeres Geschenk zum 8. März kaufen will, da liegen die Preise schon bedeutend höher. „Viele Kunden entscheiden sich für einen Set mit einem Paar Ohrringen und einem Anhänger aus Silber. Nur die, die es sich leisten, aber“, gibt Bianca Chiri]oiu, Verkäuferin in einem Schmuckladen, zu. Für einen solchen Set muss der Kunde rund 80 Lei aus der Tasche ziehen. Wer aber keine Ahnung hat, was die beschenkte Person genau möchte, der entscheidet sich meistens für einfachere Geschenke: wie zum Beispiel einen Set Duschgel, Body-Lotion oder ein Parfüm. Dabei versuchen die Kosmetikfirmen sich an die Krise anzupassen und locken in diesen Tagen ihre Kunden mit verschiedenen Sonderangeboten. „Wir bekämpfen die Krise mit niedrigen Preisen“: Mit diesem Motto versucht eine Kosmetikfirma ihre Ware zu verkaufen. Die Vertreter der Firma geben zu, dass sie die Preise im diesem Jahr nicht erhöht haben.
Die Frühlingsblumen bleiben aber die meist verkauften „Geschenke“ in diesem Jahr. Egal ob sie zu einem größeren Geschenk hinzu kommen oder ganz einfach zu einer Tafel Schokolade, viele Kunden entscheiden sich für einen kleineren oder größeren Blumenstrauß: je nach Kasse eben. „Die meist verkauften Blumen sind Tulpen, Fresien und Hyazinthen“, sagt uns eine













