Donnerstag, 27. Mai 2010

Firmung im römisch-katholischen Dom

Der römisch-katholische Bischof Martin Roos vergab am Pfingstsonntag das heilige Sakrament der Firmung.
Foto: Zoltán Pázmány

Jugendliche in ihrem Glauben gestärkt
Temeswar
(BZ) - Sie versammelten sich im Hohen Dom zu Temeswar/Timisoara, um das heilige Sakrament der Firmung zu empfangen: 55 Jugendliche waren am Pfingstsonntag – einem sonnigen Sonntagmorgen - mit ihren Paten in den römisch-katholischen Dom gekommen, um durch den Bischof Martin Roos konfirmiert zu werden. Die Zeremonie begann mit einem Gottesdienst, im Rahmen dessen die eigentliche Firmung stattfand.
Das heilige Sakrament der Firmung liegt die Taufe zugrunde, wo die Eltern stellvertretend für das Kind das Glaubensbekenntnis abgeben. Bei der Firmung gibt der Jugendliche, der mindestens 12 Jahre alt sein muss, dieses Glaubensbekenntnis noch einmal ab. Gewöhnlich findet die Firmung ein paar Jahre nach der Heiligen Kommunion statt.
Bereits einige Monate zuvor muss sich der Firmling auf das Ereignis, das den offiziellen Wechsel vom Kind zum Erwachsenen kennzeichnet, vorbereiten. Während der Zeremonie werden dem Firmling vom Bischof die Hände auf die Stirn gelegt. Der Jugendliche wird mit einer in der Karwoche geweihten Mischung aus Balsam und Öl gesalbt. Abschließend tragen die Firmlinge das Glaubensbekenntnis vor. Bei der Firmung wird nicht nur der Glaube gestärkt, sondern man wendet sich zudem auch von den Mächten des Bösen ab. Die Firmung endet gewöhnlich mit einem Familientreffen, wo dem Firmling gratuliert wird.

BANAT AKTUELL

DSTT-Intendant geehrt
Der Intendant des Deutschen Staatstheaters Temeswar/Timisoara (DSTT), Lucian Varsandan (35), wurde vergangene Woche von der Kulturdirektion des Kreises Temesch/Timi{ geehrt. Er erhielt das Exzellenzdiplom für seine Verdienste in der Förderung der Kulturtätigkeit in der Stadt Temeswar. Ferner wurde der Theaterdirektor, nebst weiteren Banater Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft, Bildung und Geistesleben, zum Mitglied des Ehrensenats der Temeswarer West-Universität ernannt. Die Mitgliedsurkunde nahm der DSTT-Intendant, der an dieser Universität die Philologie- und Jura-Fakultät absolviert hat, innerhalb einer Festveranstaltung von Universitätsrektor Prof. Dr. Ioan Talpos entgegen.

Geldstrafen für Terrasseninhaber
Einige Terrasseninhaber am Domplatz in Temeswar/Timisoara erhielten vor Kurzem Geldstrafen, weil sie die von der Stadtverwaltung vorgegebenen Funktionsregeln nicht eingehalten hatten. Die Sonnenschirme waren nämlich mit Werbematerialien bedruckt, was seit 2007 untersagt ist. Die Geldstrafen betragen 200 bis 1000 Lei. Auf sechs Domplatz-Terrassen wurde anhand der Sonnenschirme für verschiedene Getränke geworben.

Patriarch kommt zum Klassentreffen
Der Patriarch der orthodoxen Kirche Rumäniens kommt am 5. Juni zur 40. Jahresfeier seit dem Abschluss des Coriolan-Brediceanu-Lyzeums in Lugosch/Lugoj. Die Festveranstaltung ist für 10 Uhr angesetzt. Der Patriarch Daniel ist am 22. Juli 1951 im Dorf Dobresti der Gemeinde Bara bei Lugosch geboren und hat bis 1970 das Coriolan-Brediceanu-Lyzeum besucht. Zusammen mit dem Lugoscher Pfarrer Mihai Sidei besuchte der Patriarch die Theologiehochschule in Hermannstadt/Sibiu. Im Juli vergangenen Jahres stattete das Oberhaupt der orthodoxen Kirche Rumäniens der Stadt an der Bega einen Besuch ab, im Rahmen dessen er die orthodoxe Kirche „Învierea Domnului“ einweihte. Es war das erste Mal in der Geschichte der Stadt, dass ein orthodoxer Patriarch nach Lugosch kam.

Deutschsprachige Medientage
Mit einer Pop-Rock-Tournee durch Rumänien, Serbien, Kroatien und Ungarn im Rahmen des Projekts „Deutsche Kulturregion Alpen-Donau-Karpaten 2010“ feiert der Verein FunkForum die deutschsprachigen Medientage. Die Konzerte der fünf Pop-Rock-Bands, die sich daran beteiligen, finden im Zeitraum 18. – 27. Juni statt. Das Projekt „Deutsche Kulturregion Alpen-Donau-Karpaten 2010“ ist ein Anlaufprojekt der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadt Fünfkirchen/Pécs, das die Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen der deutschen Minderheit aus Ungarn und den Ländern aus dem südlichen Gürtel fördert.

Reschitza gewinnt Rumänienpokal
Die Handballer von UCM Reschitza/Resita haben den Rumänienpokal der Herren gewonnen. Im Endspiel traf die Mannschaft von Trainer Gligore Czari auf HCM Constan]a und siegte 30:29. In Reschitza gilt dieser Erfolg jedoch längst nicht als Ersatz für eine erneut verpasste Meisterschaft und ein frühes Ausscheiden aus dem Europapokal-Wettbewerb. Diese Mankos haben Trainer Aihan Omer vor wenigen Wochen den Job in Reschitza gekostet.

Zusammengestellt von Raluca Nelepcu

Jüdische Kulturwoche in Temeswar


Maia Morgenstern (rechts) bei der jüdischen Kulturwoche in Temeswar
Foto: Zoltán Pázmány



Filmprojektionen und Konzerte angesagt
as. Temeswar - Die Temeswarer Gemeinschaft der Juden lädt derzeit zur jüdischen Kulturwoche ein. Konzerte, Fotoausstellungen und Filmprojektionen stehen auf dem Programm. Unter dem Motto „Hebräische Romantik“ findet heute, um 19 Uhr im Orpheum-Saal der Temeswarer Musikhochschule (Libertatii-Platz, Nr. 1) ein Konzert mit Musik von Achron, Bruch, Lalo und Perlman statt. Es spielen Isabelle Durin (Geige) und Michaël Ertzscheid (Klavier). „Die Hebräische Musik ist direkt mit der Geschichte des jüdischen Volkes und seinem tragischen Schicksal verbunden“, sagt Künstlerin Isabelle Durin. Kinofreunde sind morgen zu einer Filmprojektion beim Sitz der jüdischen Gemeinschaft in Temeswar/Timisoara (Gheorghe-Lazar-Straße, Nr. 5) eingeladen. „La petite Jérusalem“ („Das kleine Jerusalem“) heißt der Film der Regisseurin Karin Albou, der morgen ausgestrahlt wird. Als „kleines Jerusalem“ wird ein Stadtviertel innerhalb eines Pariser Vorortes bezeichnet, wo hauptsächlich Juden wohnen. Hier versucht die 18-jährige Laura zwischen ihrem Philosophiestudium und ihrer religiösen Erziehung ein Gleichgewicht zu finden. „Der Film wiedergibt die Art und Weise wie uns unsere Abstammungskultur prägt“, sagt Luciana Friedmann, Leiterin der Jüdischen Gemeinschaft in Temeswar. Auch eine Zeichenausstellung der französischen Künstlerin Laureen Topalian zum Thema „Jüdisches Kulturerbe in Temeswar“ ist bis Anfang Juni im französischen Kulturzentrum zu sehen. In bunten Zeichnungen widergibt Topalian Details der Temeswarer Synagogen und bringt somit deren Bedeutung und Schönheit hervor.
Die Kulturwoche soll ein breites Publikum mit der jüdischen Kultur in Kontakt bringen und damit den Dialog über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg lebendig erhalten. „Das jüdische Kulturerbe soll in unseren Herzen bleiben. Wir müssen es weiter vermitteln“, sagt die Schauspielerin Maia Morgenstern, die gestern abend im Rahmen der jüdischen Kulturwoche eine jiddische Vorstellung bot. Jiddisch ist eine westgermanische Sprache mit hebräischen und slawischen Elementen. Jiddisch ging zur Zeit des Hochmittelalters aus dem Mittelhochdeutschen hervor und ist allgemein noch der deutschen Sprache sehr nahe.
Insgesamt 13.000 Juden waren es vor dem Zweiten Weltkrieg im Raum Temeswar. Heute sind es an die 600 Juden, die derzeit in der Stadt an der Bega leben. „Etwa die Hälfte davon kommen noch regelmäßig zu unseren Veranstaltungen. Ziel unserer Gemeinschaft ist, einerseits religiöse und kulturelle Veranstaltungen zu organisieren. Andererseits versuchen wir die Senioren unserer Gemeinschaft zu unterstützen, damit sie sich hier wie in einer Familie fühlen“, schließt Luciana Friedmann.

Kontrollbehörden kein Schreckgespenst

Ansicht wird jedoch nicht generell geteilt
Es ist immer eine Angelegenheit, aber auch eine Frage auf welche Seite der Schranke die jeweilige Partei steht. Kontrollbehörden jeder Art sehen sich als die Faktoren, die „bloß ihren Dienst versehen“, Transparenz ist für sie nichts Neues und oftmals sind sie die „netten Berater“. In Unternehmerkreisen fürchtet man jedoch jede Art von Kontrolle, muss oft das Konto plündern um saftiges Bußgeld zu begleichen und ist deshalb auch nicht selten geneigt, Geschichten nach Weidmanns Art über „geldgierige Kontrollgänger“ zu erzählen – Geschichten, die so häufig erzählt werden, dass sie letztendlich auch glaubwürdig erscheinen. Es ist nicht zuletzt auch eine Frage, was die Boni den Finanzbeamten bringen: Verweigerung von Schmiergeldern oder überkorrektes Kontrollieren, um je mehr Anteil an den Einnahmen aus Strafgeldern zu kassieren?
Von diesen Perspektiven ausgehend veranstaltete kürzlich die Temescher Industrie- und Handelskammer ein Treffen zwischen den Vertretern der verschiedenen Institutionen mit Kontrollaufgaben und den Unternehmern.
75 Leiter von Firmen hatten sich eingefunden, ihr Fokus richtete sich vor allem auf die Finanzpolizei (Garda Financiara), deren leitender Direktor, Florin Frujina am meisten den Fragen ausgesetzt war. Beschwerden über wiederholte Kontrollen, Art der Straferteilung und die Handhabung verschiedener Reklamationen von Außen waren die häufigsten Aspekte, die aus dem Saal aufgeworfen wurden. „Es ist nicht so, dass unsere Kommissare Firmenbesuche abstatten, mit dem klaren Vorsatz, Strafen zu verhängen. Das sind eher Geschichten verärgerter Firmenchefs, die Bußgelder zu begleichen hatten“, sagte nach dem Seminar Florin Frujina der Banater Zeitung. Frujina gab zu, dass Reklamationen oder thematische Kontrollgänge zusammen mit dem Finanzamt, Polizei, Zoll oder anderen Behörden oftmals dazu führen, dass innerhalb weniger Monate ein- und dieselbe Firma gleich des öfteren überprüft wird. „Prinzipiell wollen wir das nicht, doch es lässt sich nicht vermeiden“, sagt Frujina.
Gesundheitsamt, Veterinäramt oder Verbraucherschutz sehen sich in vielen Hinsichten nicht nur als Überwacher, sondern eine Behörde, bei der das Wort „Prävention“ ganz groß geschrieben wird. Wie es die Firmen sehen, bleibt auch nach dem erläuternden Seminar offen. Einer der Unternehmer dürfte als repräsentativ für viele der 75 Teilnehmer stehen. „Mal sehen“, schlussfolgerte er lakonisch. (st)

Prinz Eugen – Feldherr, Philosoph und Kunst-Freund

Prinz Eugen von Savoyen befreite 1716 Temeswar und das Banat von den Türken.
Foto: Privat



Anmerkungen zur Ausstellung im Unteren Belvedere in Wien/ Von Hans Dama

Dem legendären Staatsmann und Feldherrn in habsburgischen Diensten, der sich auch als Philosoph und Kunstfreund große Verdienste erworben hat, ist im Wiener Unteren Belvedere unter dem Titel „Prinz Eugen – Feldherr, Philosoph und Kunst-Freund“ eine umfangreiche Ausstellung gewidmet.
Das Wiener Belvedere mit zwei Schlössern und einer prachtvollen barocken Gartenanlage wurde Anfang des 18. Jahrhunderts von Johann Lucas von Hildebrand als Sommerresidenz für Prinz Eugen errichtet. Ein Rundgang durch das ehemalige Wohnschloss, die Orangerie, die Gärten zeigt den Mythos wie den Menschen Prinz Eugen, gleichzeitig lässt die barocke Farben- und Formenlust seine Zeit wieder aufleben.
Über den Prinzen Eugen (1663-1736), eigentlich Prinz Eugen Franz von Savoyen-Carignan-Soissons, der französische Philosoph Voltaire: „Er hat die Größe Ludwigs XIV. und die Macht der Osmanen erschüttert; er hat das Reich regiert, und im Verlauf seiner Siege wie seiner Staatsverwaltung achtete er Gepräge wie Reichtümer gleichermaßen gering“.
Die kleine zierliche Gestalt des Prinzen schien in Frankreich ein Hindernis für eine Militärlaufbahn zu sein, und man dachte, dass er eher ein Abbé werden sollte. Der Sonnenkönig verweigerte dem „kleinen Abbé“ die Aufnahme in seine Armee, unterschätzte aber dessen Tugenden gewaltig und bedauerte später diesen Schritt. Louis XIV.: „Dieser Prinz ist ein unnachahmliches Muster für alle Regenten und Staatsmänner; ich kann seine eiserne Treue und Anhänglichkeit an seinen Souverän, sein reines Gefühl von Vaterlandsliebe und den hohen Begriff von strenger Erfüllung seiner verschiedenen Pflichten nicht genügend bewundern; aber ich kann auch den Verlust, den Frankreich selbst an ihm erlitten hat, nicht genug bedauern.“ (überliefert von Madame de Maintenon an den Herzog von Richelieu Sartori 1808).
Liselotte von der Pfalz schrieb 1705 an die Raugräfin Louise von Baden: „Prinz Eugen hat ziemlich Inclination vor den geistlichen Stand, hätte ihm unser König eine Abtei gegeben oder nur eine Pension von 2000 Taler, so wäre er geistlich geworden und hier geblieben. (...) Er incommodiert sich nicht mit Damen, ein paar schöne Pagen wären besser sein Sach.“ Prinz Eugen kehrte seinem Vaterland Frankreich den Rücken und erlebte in dessen Kontinentalrivalen Österreich einen kometenhaften Aufstieg zum Feldherrn und einem der einflussreichsten Staatsmänner seiner Zeit, der das Geschick des Landes und auch dessen Kunst- und Kulturgeschichte nachhaltig geprägt hat.
Er war Diplomat und Ratgeber dreier Kaiser: Leopold I., Josef I. und Karl VI. (dem Vater Maria Theresias), reiste quer durch Europa, von einem Kriegsschauplatz zum anderen, und spielte eine maßgebliche Rolle für die Zukunft des Hauses Habsburg.
Der Prinz sprach lebenslang ein schlechtes Deutsch sprach und widmete sich mit Geschmack der Ausstattung seiner Wiener Residenzen – das Winterpalais in der Himmelpfortgasse beherbergt heute das Finanzministerium – und seines Jagdschlosses „Schloss Hof“ sowie dem Aufbau einer umfangreichen Sammlung von Gemälden und Kupferstichen, Inkunnabeln, illuminierten Handschriften und Büchern.
Von den Kriegsschauplätzen korrespondierte er mit Künstlern und Kunsthandwerkern, Gartenarchitekten, Baumeistern und führenden Persönlichkeiten seiner Zeit. Seine Erwerbungen schrieben europäische Kunstgeschichte und förderten den Kunsttransfer vom Hof des Ludwig XIV. nach Wien. Das naturwissenschaftliche Interesse des Prinzen bezeugt seine große Sammlung exotischer Tiere und Pflanzen.
In der Ausstellung werden Exponate seiner Kunstsammlungen, vornehmlich Gemälde der Turiner Galeria Sabauda und Zimelien der Bibliotheca Eugeniana aus der Österreichischen Nationalbibliothek, in Anlehnung an die originalen Raumdekorationen präsentiert. Die Themenräume der Wiener Ausstellung sind chronologisch geordnet und zeigen die kulturellen Erwerbungen des Prinzen im Zusammenhang mit seinen Kriegs- und Siegeslagern:
1. Der „kleine Abbé“ (Herkunft und Familie)
2. Bauherr im Felde (Kriegs- und Siegeslager – Fürsorge für seine Soldaten; Pfälzischer Erbfolgekrieg 1688-1696; Spanischer Erbfolgekrieg 1701-1714; Ungarische Rebellion; Italienfeldzug; Prinz Eugen und der Herzog von Marlborough; Schlacht von Höchstädt 1704; Friede von Rastatt 1714; Schlacht von Peterwardein 1716; Prinz Eugen, der „edle Ritter“)
3. Sammler und Mäzen (Gemäldesammlung; Schlachtenbilder; Stadtpalais; Gartenpalais Belvedere; der Belvederegarten)
4. Bücherfreund (Freundeskreis; Bibliotheca Eugeniana)
5. Naturfreund (Schloss Hof; Eugens letztes Kommando – der Polnische Erbfolgekrieg)
6. Tod (Tod, Erbschaft und Verklärung; Erbschaft und Verkauf; Kunsttransport von Wien nach Turin 1741; Verklärung)
Von der Wiener Albertina sind zahlreiche Kupferstiche aus der Sammlung des Prinzen Eugen ausgestellt, aus der Bibliotheca Eugeniana sind Porträts bedeutender Persönlichkeiten seiner Zeit zu sehen: Philosophen, wie z. B. Gottfried Wilhelm Leibnitz, Jean Jacques Rousseau; Eleonore Gräfin Stratmann, die Gemahlin des kaiserlichen Reichshofrats Heinrich Graf Stratmann (1662-1707), die zum engeren bzw. intimen Kreis des Prinzen gehörte sowie Eleonore Magdalena Ursula Gräfin von Batthyány (1672-1741), die „schöne Lori“ genannt, die die politischen Entscheidungen des Prinzen während seiner letzten Lebensjahre wesentlich beeinflusst hatte. Adam Müller-Guttenbrunn hat beide Frauengestalten in die Nebenhandlung – um den Kreis von Prinz Eugen – seines Romans „Der große Schwabenzug“ eingebaut.
Unter den Exponaten (Nr. 52) befindet sich nebst anderen wertvollen Ausstellungsstücken auch der 1696 in Augsburg gefertigte Silberschrein, in dem bis 2007 der Schädel des auf Geheiß des Sultans nach der verlorenen Schlacht um Wien (1683) am 25.12.1683 bei Belgrad mit der Seidenschnur gerichteten Großvesirs Kara Mustafa aufbewahrt wurde. 1688 wurde der Schädel nach Wien gebracht und bis 1976 im Museum der Stadt Wien ausgestellt, anschließend im Depot aufbewahrt und schließlich 2007 im Wiener Zentralfriedhof anonym beigesetzt.
Desgleichen werden Schlachtpläne (Peterwardein, Zenta u. a.) sowie eine Darstellung der Friedensverhandlungen von Karlowitz samt Verhandlungszelt, Sitzordnung usw. gezeigt.
Prinz Eugen ist durch die Einnahme der Festung Temesvár 1716 als Befreier der Stadt und des Banats –1718 – Friedensvertrag von Passarowitz: 21. Juli 1718 (heute: Požarevac in Serbien) –, demgemäß das Temescher Banat und die Kleine Walachei (die Oltenia im heutigen Rumänien) sowie Nordserbien mit Belgrad unter dem Namen Temescher Banat österreichisch wurden, in die Geschichte eingegangen.
Die Ausstellung widmet sich neben der chronologischen Aufarbeitung der wichtigsten historischen Ereignisse – vor allem der Person des Prinzen –, seinen philosophischen Qualitäten und seiner Sammelleidenschaft, versucht, Bezüge herzustellen, um auf diese Weise ein erweitertes Bild von einem der bedeutendsten Europäer zu vermitteln. Selbstbewusst unterstrich er mit seiner in drei Sprachen verfassten Signatur „Eugenio von Savoy“ seine Multikulturalität.
Ein weiterer Aspekt der Ausstellung ist sein Wirken als umtriebiger und genialer Bauherr, der es verstand, den Architekten seine bedingungslosen Anliegen und seine Entschlossenheit in kürzester Zeit so zu vermitteln, dass diese imstande waren, Großartiges zu leisten. So ließ der gerade zum Feldmarschall ernannte Eugen von Savoyen zwischen 1695 und 1697 sein Stadtpalais in der Himmelpfortgasse errichten. Das als gelungene Synthese von italienischen Hochbarock und französischer Klassik angesehene Umbauwerk entstammt im Wesentlichen der planenden Hand des Johann Bernhard Fischer von Erlach.
Als Prinz Eugen von Savoyen nach der Schlacht von Zenta, dem glänzendsten Sieg, den kaiserliche Heere jemals gegen die Osmanen errungen hatten, 1697 nach Wien zurückkehrte, befand sich die kaiserliche Hauptstadt Wien in einer Phase des großen Aufschwungs: Kaiserhof, Adel und Kirche wetteiferten in einer schier unbezwinglichen Baulust. Es entstanden Kirchen, Klöster, private Paläste und zahlreiche Gartenanlagen. Der Anteil des Prinzen am künstlerischen Gesamtbestand des österreichischen Barock, entsprossen aus der Sehnsucht nach fürstlicher Machtentfaltung und aus dem nach geziemenden Ausdruck ringende
n Willen zur Repräsentation, ist aus der Kunst des mittleren Europa nicht wegzudenken.

Im Unteren Belvedere in Wien ist bis am 6. Juni eine Ausstellung über Prinz Eugen zu sehen.

Foto: Privat

Erneuerbare Energien als Seminarthema

Deutsche Investoren - viel Potential in Rumänien
Braun- und Steinkohle werden immer teurer und mühsamer abzubauen, der Waldbestand ist in Rumänien nach der Wende um 40 Prozent zurückgegangen, herkömmlicher Flüssigtreibstoff ist mittlerweile mit harter Währung zu vergleichen. Deshalb mit ein Grund, warum erneuerbare Energien immer wieder in den Fokus von Investoren rücken. Die Hürden, die manch einem Investor in Sachen regenerierende Energien im Wege stehen, sind jedoch nicht gering. So kann Strom aus Bioanlagen noch nicht ins Netz eingespeist werden, Großlandwirte legen kaum Wert darauf, spezielle Pflanzen dazu anzubauen und Kleinbauern sind längst noch nicht auf den Gedanken oder den Geschmack gekommen, über Langzeitverträge mit Produzenten von Bioenergie zusammen zu arbeiten. Auch die Frage, ob es überhaupt lohnt, Mais anzubauen und später daraus Biotreibstoff herzustellen, führt zu unendlichen Debatten, wobei nicht zuletzt auch das Abernten dieser Flächen zur Umweltbelastung beiträgt. Fünf Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche würden in Rumänien jedes Jahr brach liegen, sagt Johann-Lucas Oradan, Direktor der deutschen EnviTec Biogas AG mit Niederlassung in Arad. „Darüber hinaus kann Energiemais als Erstkultur angebaut werden, als Zweitkultur besteht die Möglichkeit, Futterpflanzen anzubauen“. Mittlerweile gibt es auf den internationalen Märkten jedoch auch die Tendenz, spezielle Energiepflanzen anzubauen. Gefallen ist vor allem zuletzt beim interaktiven Seminar zum Thema „Biomassen-Energieträger“ der Begriff Switchgrass.
Auf Einladung von Europeans Contakts fand in Temeswar/Timişoara ein Seminar zu diesem Thema statt, an dem unter anderen der deutsche Peter Riesen von der Rifa Bio Systeme wie auch Dr. Johann Rumpler von der Landwirtschaftskammer des deutschen Bundeslandes Sachsen-Anhalt teilnahmen. Moderator des Events war Manfred Engelmann, Vorsitzender des Deutsch-Rumänischen Wirtschaftsvereins in Arad. Peter Riesen referierte, unterstützt von einer besonders übersichtlichen Power-Point-Präsentation, über „Energie aus der Region für die Region“. Die Redner des Seminars wiesen an diesem Tag auf immer knapper und teurer werdende fossile Brennstoffe hin sowie auch darauf, dass Holz als Brennstoff immer knapper wird. Anschaulich zeigte Johann Rumpler, dass die Verwertung von Materialien, die auf dem Acker produziert werden, eine gute Alternative für den Landwirt bietet. Energetisch verwertbar sind seiner Meinung nach sowohl Stoffe, die speziell zur Energieerzeugung angebaut werden, wie auch Reste, die bei der Lebensmittel- oder Futterproduktion anfallen. Es reicht längst nicht, durch den Anbau oder die Veredlung von Agrarreststoffen, verwendbare Energie zu erzeugen. Es bedarf nämlich innovativer Hightech und Deutschland ist auf diesem Gebiet als Vorreiter anzusehen. Johann-Lucas Oradan stellte das Prinzip einer Biogasanlage vor – der Banater Zeitung sagte er, dass diese Art von Anlagen in den kommenden Jahren an Gewicht und Anzahl deutlich zunehmen wird. Momentan gibt es noch keine in Rumänien, doch seine Firma EnviTec Biogas beginnt demnächst mit dem Bau solcher Anlagen – höchstwahrscheinlich im Banat. Gülle käme durch Biogasanlagen nicht mehr in den Boden und ins Grundwasser, sondern würde als Gärsubstrat aus Biogasanlagen für Wärme sorgen und so zum Brennstofflieferanten werden.
Die Redner fanden, dass es nicht reicht, Subventionen für landwirtschaftliche Nutzflächen zu erhalten, sondern es bedarf auch einer adäquaten Gesetzgebung und einer erfolgsorientierten, pragmatischen Durchführung. „Genehmigungsverfahren müssen einfach sein und der neuen Technik Rechnung tragen, Auflagen müssen auf das Nötige beschränkt werden und Subventionen transparent, kalkulierbar und zuverlässig sein“, hieß es bei den Rednern.
Siegfried Thiel

Der Held von Annapurna

Horia Colibasanu bei der Besteigung von Annapurna
Foto: Privat

Horia Colibasanu schafft neue Landespremiere

Aus 8091 Metern Höhe blickte er hinunter. Genauer gesagt, vom zehnthöchsten Ort der Erde. Der Temeswarer Bergsteiger Horia Colibasanu ist der erste Rumäne, der den 8091 Meter hohen Annapurna-Gipfel in Nepal bezwungen hat. Bereits zweimal hatte er versucht, auf den Gipfel zu gelangen. Bei der zweiten Expedition verlor er seinen Freund Inaki Ochoa de Olza, der in 7.000 Metern Höhe kollabierte. Erst der dritte Versuch, im April 2010, erwies sich für den Temeswarer als erfolgreich. Doch auch bei dieser Expedition forderte der Berg ein Opfer: Der spanische Alpinist Toto Calafat kam dabei ums Leben.


Der Annapurna-Gipfel gilt wegen der großen Lawinengefahr und dem Eisbruch als extrem gefährlich, 60 Bergsteiger fanden bei seiner Besteigung den Tod. Vor allem Wind und Kälte sind auf Annapurna gefürchtet. Horia Colibasanu erinnert sich: „Am schlimmsten war es nachts, da es extrem kalt war. An einem Punkt wollte ich meine Schuhe ausziehen, um zu sehen, ob meine Zehen nicht erfroren sind“. Zehn Stunden brauchte Colibasanu für den anstrengenden Aufstieg, rund vier für den Abstieg.
Auch das Zeitfenster, um den Gipfel zu besteigen, ist überhaupt klein. Nur bis Mai dauert die Saison an dem Annapurna-Gipfel. „Es klingt komisch, aber auf dem Gipfel war es ziemlich eng, wegen der vielen Bergsteiger, da es die ideale Zeit war“, sagt der Temeswarer. Vor allem Bergsteigerin Oh Eun-sun, die am selben Tag wie Colibasanu den Gipfel erreichte, brachte ein großes Team mit sich. Durch die Bezwingung von Annapurna wurde die Südkoreanerin die erste Frau der Welt, die alle Achttausender erklommen hat. Ein Ereignis, das sich die südkoreanischen Fernsehsender nicht entgehen lassen wollten. Ein Team von Kameraleuten begleitete die Bergsteigerin, um ihre fünf Millionen Euro teure Expedition live zu übertragen. „Wir mussten eine Strecke hinter ihnen bleiben, weil es zu gefährlich war, sie zu überholen. Eun-suns Team bewegte sich aber langsam, weil sie viel Gepäck hatten. Wir erreichten den Gipfel erst um 11 Uhr, statt 8 Uhr“, so Colibasanu.
Oh Eun-sun wurde oft wegen ihrer Methoden kritisiert. Die Südkoreanerin lasse sich von Sherpas den Rucksack tragen, mehrfach solle sie künstlichen Sauerstoff benutzt haben, was viele Bergsteiger ablehnen. „Wenn du künstlichen Sauerstoff benutzt, spielst du nicht fair. Es ist so, als wenn du die Frankreichtour mit dem Motorrad schaffst“, sagte Horia Colibasanu, der künftig auch den Mount Everest bezwingen will.
Sein Erfolg ist aber vom Tod des Bergsteigers Tolo Calafat beschattet. „Ich konnte mich meines Erfolgs nicht so richtig erfreuen“, sagt Colibasanu. Der 40-jährige Calafat war knapp 45 Minuten nach Oh Eun-sun mit einem Team am Gipfel. Den Abstieg schaffte er aber nicht mehr und blieb völlig entkräftet in 7500 Metern Höhe zurück. Ein am nächsten Morgen losgeschickter Rettungshelikopter konnte den Spanier nicht mehr finden. „Ich wollte mich auf der Suche nach ihm machen, leider hatten die anderen kein künstlicher Sauerstoff mehr übrig, das ich ihm hätte mitbringen können“, sagt der Temeswarer.
Horia Colibasanu will künftig alle Achttausender ohne künstlichen Sauerstoff besteigen. 2011 will er Lhotse (8516 Meter), den viertgrößten Berg der Erde, bezwingen. Lhotse liegt an der Grenze zwischen Nepal und China und ist der Nachbarberg des Mount Everest.
Ana Saliste

Lugoscher Ringstraße am 16. Juli fertig

Stau auf Nationalstraße DN6: Nachdem der Abschnitt Busiasch-Lugosch saniert wird, soll das Verkehrschaos auf der DN6 ein Ende nehmen.
Foto: Raluca Nelepcu
Abschnitt Busiasch-Lugosch wird generalüberholt
rn. Lugosch – Ab dem 16. Juli wird die Ringstraße der Stadt Lugosch/Lugoj befahrbar sein, teilte das Bürgermeisteramt mit. Der portugiesische Bauherr versicherte die Lugoscher Stadtverwaltung, dass die Arbeiten am 16. Juni ein Ende nehmen. Danach müssen nur noch die Verkehrsschilder angebracht und die Straßenmarkierungen vorgenommen werden. Jeweils ein Kreisverkehr wird an der Temeswarer, Fatscheter bzw. Karansebescher Straße eingerichtet. Nach der Inbetriebnahme der Umgehungsstraße werden die Hauptstraßen Bucegi und Cuza Vod², die durch den Schwerverkehr beschädigt wurden, asphaltiert.
Das portugiesische Joint-Venture Monte Adriano Engenharia e Construcao und Soares da Costa gewann 2008 die Ausschreibung für die Durchführung der Bauarbeiten an der Lugoscher Ringstraße. Ein Jahr dauerte es, bis die Entschädigungen an die Grundstücksbesitzer gezahlt wurden und die Arbeiten beginnen konnten. Die zweispurige Ringstraße wird 9,6 Kilometer lang und zwölf Meter breit sein. Außerdem werden auch eine Brücke über die Temesch, eine Überführung an der Nationalstraße DN68A Lugosch-Diemrich/Deva, eine Überführung über die Eisenbahnlinie Lugosch-Temeswar/Timisoara und eine an der Nationalstraße DN6/E70, die Temeswar mit Lugosch über Rekasch/Recas verbindet, errichtet. Die Investition hat einen Gesamtwert von 23,7 Millionen Euro. 17,8 Millionen Euro sind EU-Gelder, den Rest stellt der rumänische Staat zur Verfügung.
Anfang der Woche haben die Reparaturarbeiten an der Bucegi-Straße auf dem Abschnitt zwischen der Rumänischen Kommerzbank BCR und der Ampel am George-Enescu-Park begonnen. Auf dieser Strecke wird der Gehsteig erneuert. Insgesamt 8.000 Quadratmeter Gehsteig werden mit Fliesen versehen.
Auf der Nationalstraße DN6 verkehren zurzeit äußerst viele Fahrzeuge. Die meisten Fahrer wählen diese Variante, weil die Strecke über Busiasch/Buzias uneben und voller Schlaglöcher ist. Demnächst soll auch diese Straße generalüberholt werden. Die Firmen, die den 29 Kilometer langen Abschnitt Busiasch-Lugosch sanieren werden, wurden Mitte Mai bestimmt: Technocer und Confort müssen in 15 Monaten den Auftrag im Wert von über 28 Millionen Lei zu Ende bringen. In das Projekt werden nicht rückzahlbare EU-Fonds fließen.

Kein Lernzwang für die Kinder

Bei Montessori macht Schule Spaß/ Von Raluca Nelepcu
Auf den Fluren der West-Universität Temeswar/Timisoara herrscht reges Durcheinander. Studenten schlendern durch die Korridore, manch einer beeilt sich zur Vorlesung oder studiert intensiv für die bevorstehende Prüfung. Vor dem Aquarium-Saal im Erdgeschoss der Uni bleiben die meisten für einen Augenblick stehen. Sie staunen, denn das, was hier vor sich geht, ist äußerst untypisch für das Uni-Leben. Etwa 15 Kinder „lernen“ hier, doch wie klassisches Lernen sieht das, was die Kleinen tun, nicht aus. Auf einem ausgebreiteten Teppich arbeiten sie in Kleingruppen. Jedes Kind wählt sich aus, was es lernen möchte, damit Kindergarten und Schule so richtig Spaß machen. Die Bewohner des Montessori-Hauses sind für zwei Tage in die West-Uni gewandert und führen es allen vor, wie der Alltag in der alternativen Bildungseinrichtung verläuft. In Temeswar wird die Woche der Montessori-Pädagogik gefeiert.
„Ich zeige Iulia, wie es funktioniert, danach macht ihr zusammen weiter“, sagt die Pädagogin Karla Sinitean-Singer. Patrick und Iulia sind beide sechs Jahre alt und üben gerade die Zahlen, indem sie diese mit Perlen und Würfeln bildhaft darstellen. Die beiden bekommen von ihrer Lehrerin je eine vierstellige Zahl. Sie müssen erkennen, aus wie vielen Einern, Zehnern, Hundertern und Tausendern diese besteht und schließlich die Zahl anhand von verschiedenen Gegenständen darstellen. Nachdem die Pädagogin vorgeführt hat, wie das Spiel läuft, machen die Kinder allein weiter. Ganz nach dem Motto der italienischen Reformpädagogin Maria Montessori: „Hilf mir, es selbst zu tun“. Den Kleinen macht Mathematik offensichtlich Spaß. In einem klassischen Kindergarten würden sie so etwas in diesem Alter nicht lernen.
Seit 2007 gibt es in der Stadt an der Bega ein Montessori-Kinderhaus mit Unterricht in der Muttersprache Deutsch, im Herbst 2008 wurde die Schule eröffnet. Auf die Idee, einen derartigen Kindergarten zu gründen, kam ein junges Elternpaar, das seinem Kind eine alternative Erziehung bieten wollte. September 2009 übernahm Adina Jinaru, mit fast 30 Jahren Erfahrung im Schulwesen, die Leitung des Montessori-Hauses. Fast 90 Kinder besuchen das Kinderhaus, 17 Schüler im Alter von 6 bis 9 Jahren gehen in die Montessori-Schule. „Wir wollen das Schulsystem erweitern, so dass die Kinder nicht mehr in eine traditionelle Schule müssen“, sagt Adina Jinaru. Im Herbst wird das Kinderhaus in ein neu errichtetes Gebäude im Hof des jetzigen Hauses umziehen – in dem schon existierenden Bau bleibt die Schule. 2012 wird die Anerkennung vom rumänischen Bildungsministerium beantragt.
Wenn hinsichtlich des Kindergartens keine Bedenken bei den Eltern aufkommen, so sind sie weiterhin skeptisch, was die Schule anbelangt. Zwei Gründe liegen dem zugrunde: Zum Einen sind es die Kosten (über 300 Euro im Monat), die sich nicht jeder leisten kann, andererseits die Idee, dass in so einer Schule „nicht gelernt wird“, so Adina Jinaru. Um dieses Vorurteil abzubauen, möchte die Leiterin eine „Schule für Eltern“ einführen: Treffen mit den Eltern also, in denen ihnen Informationen über das Projekt vermittelt werden. Als Neuigkeit kommt ab dem kommenden Schuljahr auch eine Gruppe mit Englis
ch intensiv hinzu.

Iulia und Patrick stellen aus Perlen vierstellige Zahlen zusammen.

Foto: Zoltán Pázmány