
Alexandru Irimie bei der Diplomprüfung in Temeswar. Vor einigen Wochen hatte er seine Arbeit in München vorgestellt.
Foto: Zoltán Pázmány
Temeswar - Sie haben gleich zwei Trümpfe im Ärmel: Alexandru Irimie und Remus Tecusan sind die ersten Absolventen der deutschsprachigen Abteilung für Bauingenieurwesen an der TU Politehnica, die ein Doppeldiplom erhalten haben. Beide kommen ursprünglich aus Siebenbürgen, haben jedoch das Banat für ihr Studium gewählt: Alexandru Irimie stammt aus Fogarasch/Fagras, Remus Tecusan aus Agnetheln/Agnita. Die jungen Bauingenieure haben vier Semester an der TU Politehnica und vier an der TU München studiert – demnächst steht für beide ein Masterstudiengang in München an. „Ich weiß noch nicht, ob ich in Deutschland bleiben werde oder nicht“, sagt Remus Tecusan. Sein ehemaliger Kommilitone kann da schon Klartext sprechen: „Ich möchte nicht in Deutschland bleiben. Viele deutsche Unternehmen kommen nach Rumänien, hier wird ganz viel gebaut“, sagt Irimie.
Insgesamt 28 Absolventen der deutschsprachigen Bauwesenabteilung wurden am Montag mit Diplomen geehrt. Remus Tecusan beeindruckte die deutsch-rumänische Kommission mit seiner Arbeit. Originelle Arbeiten präsentierten auch Luiza Toma aus Roman, Kreis Neamt, und Tamas Demcsak aus Sathmar/Satu-Mare. An der feierlichen Diplomverleihung in der Fakultät für Bauwesen beteiligten sich Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland. Mit von der Partie, der deutsche Konsul Rolf Maruhn, Dr.-Ing. Norbert Vogt, Dekan der Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen der TU München, DAAD-Lektor Dr. Peter Erli, Prof. Thomas Wunderlich, Koordinator des Kooperationsvertrags der beiden Universitäten, u.a.
Die Abteilung für Bauingenieurwesen in deutscher Sprache an der TU Politehnica wurde 1991 ins Leben gerufen. Zwei Jahre später kam der Partnerschaftvertrag mit der TU München zustande. „Die Abteilung ist ein offenes Fenster in Richtung Europa“, sagt Prof. Radu Bancila, Leiter der deutschsprachigen Abteilung. Die Absolventen haben nicht nur in Rumänien, sondern auch im deutschsprachigen Raum sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Raluca Nelepcu





