Donnerstag, 10. Juni 2010

Jahrgangsübergreifendes Lenau-Treffen


Der Forumsabgeordnete Ovidiu Gant (links) war drei Jahre lang Direktor der Lenauschule. Mit auf dem Bild: Franz Quint, Vorsitzender des Vereins der Freunde der Lenauschule, und Lenauschulleiterin Helene Wolf
Foto: Zoltán Pázmány


200 Absolventen kamen in Temeswar zusammen

Von Andreea Oance
Es sind schon sieben Jahre vergangen, aber es fühlt sich an wie gestern. Beim Betreten der Schule habe ich das selbe komische Gefühl im Bauch, als wäre ich wieder einmal zu spät gekommen oder als würde eine Kontrollarbeit bevorstehen. Ich laufe die Treppen hoch. Die Fotos der Absolventen zieren die Wände im ersten Stock der Nikolau-Lenau-Schule in Temeswar/Timisoara. Die Korridore, die einst so riesig schienen, wirken nun schmaler und dunkler. Sogar der Raum, wo ich vier Jahre lang studiert habe, ist nun anders. Der ehemalige Saal 29 im zweiten Stock der Schule hat sich mittlerweile in einen Informatiksaal umgewandelt. In meine alte Bank kann ich mich nicht setzen, weil die Bänke nun anders gestellt sind, doch an meinen Platz, in der letzten Bank der mittleren Reihe, kann ich mich noch sehr gut erinnern.
Auf den Fluren der Schule ist es heute besonders viel Lärm. Zahlreiche Leute verschiedenen Alters schauen sich melancholisch um. Sie lächeln. „Hier war mal mein Klassenzimmer. Im Physiklabor habe ich zum ersten Mal entdeckt, dass ich Physik studieren möchte“, sagt Lenau-Absolventin Carlette Sandu (45). In der Lenauschule ist heute ein besonderes Ereignis: Nach vielen Jahren sind zahlreiche Absolventen verschiedener Generationen in die Schule gekommen, um für einen Tag wieder Schüler sein zu können. Das jahrgangsübergreifende Lenau-Treffen, das bis in den 90er Jahren in Deutschland veranstaltet wurde und im vergangenen Herbst wieder ins Leben gerufen wurde, kam nun zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder „nach Hause“.
Im Festsaal der Schule versammeln sich die ehemaligen Lenau-Schüler. Maskenball, Chorproben, Theatervorführungen oder Preisverleihungen – der Saal lässt viele Erinnerungen wach werden. Wie nehmen Platz im sanierungsbedürftigen Raum. „1956! 1983! 2003! 2009!“: Im Saal erklingen die verschiedenen Abschlussjahre der Anwesenden. Über 200 Absolventen sind an diesem Tag in die Schule gekommen. Sie sind aufgeregt. „Diese Begegnung ist eine Ehrung aller Lehrer und aller Schüler, die uns geholfen haben, das zu werden, was wir heute sind“, sagt die ehemalige Lenau-Absolventin und nun Schulleiterin Helene Wolf. Dann wird es plötzlich still. Wesentlich aufgeregt hören sie die Grußworte der Ehrengäste an. Erstens die des Bürgermeisters Gheorghe Ciuhandu, selbst ehemaliger Lenauschüler, dann des Abgeordneten im rumänischen Parlament Ovidiu Gant, ehemaliger Lehrer und Schulleiter und schließlich des deutschen Konsuls in Temeswar Klaus Brennecke.„Ich habe seit der Abitur meine eigene Schule nie wieder betreten. In die Lenau komme ich immer gerne“, sagt der deutsche Konsul und fährt fort: „Es gibt wenige Schulen, die auf deren Tabellen einen Nobelpreisträger haben. Lenau hat einen: Herta Müller“.
Die ältesten Teilnehmer am Treffen sind die Vertreter des Jahrgangs 1956: der Hochschullehrer Peter Kottler und Günter Kappler, Ingenieur und Wissenschaftler. Günter Kappler ist Stifter des Preises „Elsa-Lucia-Kappler“. Der Preis trägt den Namen seiner Mutter, ehemalige Lenau-Schülerin, die zwischen den Jahren 1956-1960 Deutschlehrerin an der Schule gewesen ist. Sandrina Ban aus der 10. Klasse und Bianca-Lucia Gîju aus der 12. Klasse sind die diesjährigen Preisträgerinnen. Durch eine Spende von 1.000 Euro wurde für die Schule ein Beamer gekauft. „Ich bin 1960 ausgewandert. Seitdem bin ich nun zum ersten Mal wieder in Temeswar und in der Lenau. Dass die Tradition der Schule weitergeht, das macht mich sehr stolz“, sagt Günter Kappler. Mit einem Ehrendiplom wird Kappler vom Temeswarer Bürgermeister geehrt.
Die ehemaligen Lenauschüler möchten die Schule unterstützen. Dem ersten jahrgangsübergreifenden Treffen im November des vergangenen Jahres in Neusäß bei Augsburg wohnten insgesamt 400 Teilnehmer bei. Mit den Einnahmen des Neusäßer Treffens wird in diesem Sommer neues Parkett im Festsaal der Lenauschule gelegt. Mit Hilfe des Vereins der Freunde der Lenauschule e. V. wurden bereits mehrere Klassenräume neu möbliert. Auch die Renovierung einiger Interneträume erfolgte mit Unterstützung des Vereins.

Sprachdiplomverleihung in der Lenauschule

Drei Schülerinnen zählen zu den besten weltweit
Mit 94 von insgesamt 96 Punkten erzielte Bianca Gîju, Schülerin der „Nikolaus Lenau“-Schule in Temeswar/Timisoara, eines der besten Ergebnisse weltweit bei der Prüfung zum Deutschen Sprachdiplom Stufe 2. Weitere zwei Lenauschülerinnen erreichten in diesem Jahr hervorragende Resultate: Sie bestanden die Prüfung mit über 90 Punkten. „Ein solches Ergebnis erreicht man nur durch jahrelange Arbeit. Ich gratuliere euch. Damit gehört ihr zu den allerbesten aus der ganzen Welt“, beglückwünschte Thilo Herberholz, Fachschaftsberater für Deutsch, die Schülerinnen. „Ich habe viel von euch gelernt, mehr als ihr denkt. Und vielleicht viel mehr als ihr von mir gelernt habt. Danke für eure Geduld“, fügte der Lehrer hinzu.
46 der 58 Lenauschüler haben in diesem Jahr die Prüfung zum Deutschen Sprachdiplom bestanden, 25 davon haben in allen Bereichen das Höchstniveau C1 erreicht. Die zwölf Teilnehmer, die eigentlich nur bei der schriftlichen Prüfung durchgefallen sind, werden im Dezember noch einmal die Chance haben, die Prüfung anzutreten. Dieses Jahr mussten sich die Schüler bei der schriftlichen Prüfung mit dem Thema „Leistungssport“ auseinandersetzen. „Es war ein äußerst komisches Thema, zu dem man sich ziemlich schwer äußern konnte. Dies insbesondere deswegen, da in Rumänien der Leistungssport nicht so sehr entwickelt ist“, sagte Lenauschülerin Bernadetta Chisarau, die das Sprachdiplom mit 88 Punkten bestanden hat.
Die Urkunden zum Deutschen Sprachdiplom wurde vergangene Woche in feierlichem Rahmen von Dr. Rolf Willaredt, Fachberater für Westrumänien der Zentralstelle für Auslandsschulwesen (ZfA), und Klaus Brennecke, deutscher Konsul in Temeswar, überreicht. „Das Sprachdiplom ist ein großer Vorteil für diejenigen, die es in der Tasche haben. Die Schüler können damit in Deutschland studieren, ohne einen Sprachkurs besuchen zu müssen. Oder sie können sich bei Firmen anstellen lassen, die einen Sprachnachweis verlangen“, sagte Dr. Rolf Willaredt. Hervorgehoben wurde auch der Erfolg der Sprachdiplom-Prüfungen in Rumänien. „Rumänien hat, wie jedes Jahr, die besten Ergebnisse“, fügte Dr. Rolf Willaredt hinzu.
„Das Deutsche Sprachdiplom dient als pädagogisches Instrument zum Aufbau eines modernen Unterrichts und ist auch ein wichtiges Instrument zur Förderung der deutschen Sprache im Rahmen der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Ich gratuliere hiermit auch den guten und qualifizierten Lehrkräften, die den Unterricht leicht und attraktiv machen“, sagte Klaus Brennecke in seiner Begrüßungsrede. Die Schüler, die in allen Bereichen das Niveau C1 erreicht haben, haben auch einen Buchpreis bekommen. Alle Teilnehmer wurden mit weißen T-Shirts zur Fußballweltmeisterschaft seitens des deutschen Konsulats beschenkt.
Das Deutsche Sprachdiplom ist eine Sprachprüfung, die an deutschen Schulen im Ausland und an ausgewählten staatlichen Schulen in 67 Ländern abgelegt wird. Die Prüfung existiert seit über 30 Jahren. Mehr als 16.000 SchülerInnen aus über 800 Schulen nehmen jährlich an dieser Prüfung teil. Anbieter des Deutschen Sprachdiploms ist die Kultusministerkonferenz in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen.
Ana Saliste

Thilo Herberholz, Klaus Brennecke, Bianca Gîju und Rolf Willaredt bei der Sprachdiplomverleihung
Foto: Zoltán Pázmány

Ein Ticket für zwei Festivals

Gemeinsame Initiative von IRAF und Plai

ao. Temeswar - Mit einem Ticket zwei Festivals besuchen und dabei Geld sparen, das dachten sich zwei Temeswarer Kulturvereine aus. Hiermit soll die Teilnahme an verschiedenen Kulturveranstaltungen gefördert werden. Das International Romani Art Festival (IRAF), zwischen dem 22. und 25. Juli und das Plai-Festival, zwischen dem 10. und 12. Juli, haben eine Partnerschaft geschlossen und ein gemeinsames Ticket entworfen. Dieses kostet 100 Lei und kann seit vergangener Woche im Internet auf der Seite
www.bilete.ro bestellt oder in Juli beim IRAF gekauft werden. Insgesamt 45 Lei kann man somit ersparen. Getrennt kostet ein Abo beim IRAF für die drei Tage des Festivals 70 Lei und beim Plai 75 Lei. Das sogenannte „1 Ticket“ soll laut der Vertreterin des Plai-Festivals Andreea Iager ein Beispiel für alle Kulturveranstaltungen im westlichen Teil des Landes sein. „Das Publikum wird so die Möglichkeit haben, zu einem günstigen Preis mehrere kulturelle Ereignisse besuchen zu können“, sagt Andreea Iager. „Dies ist auch ein wichtiger Schritt zur Entwicklung einer richtigen Konkurrenz zwischen den verschiedenen kulturellen Veranstaltungen“, sagt Adrian Vochi]escu, Vorsitzender des Kulturvereins TURN.
Innerhalb der beiden Festivals in Temeswar/Timsoara werden über 250 kulturelle und künstlerische Ereignisse, darunter 21 Konzerte, stattfinden. Bekannte Namen der Musikindustrie weltweit werden daran teilnehmen, darunter: Misia, Trilok Gurtu, Christoph Pepe Auer beim Plai-Festival und Balkan Beat Box, Paco Peňa und Mitsoura beim IRAF.

Verschoben und verteuert

Voraussehbare „unvorhersehbare Ereignisse“ beim Parkhausbau
oi. Temeswar - Ursprünglich hieß es, dass die Temeswarer ihre Autos noch in diesem Sommer beim 700er Markt unterirdisch parken können. Darauf müssen die Autofahrer aber noch warten. Laut Liviu Barbu, Direktor der Verwaltung der Öffentlichen Domäne ADP, sind im Zeitraum, seit dem dies beschlossen wurde, verschiedene Probleme aufgetaucht, finanzieller oder gesetzlicher Natur.
Wenn anfangs gleich 17 Unternehmen sich an einer Mitarbeit an diesem Projekt interessiert zeigten, das durch eine öffentlich-private Partnerschaft zustande kommen sollte, ist letztendlich nur noch ein einziges Unternehmen übrig geblieben, das am Projekt teilnimmt. Constructim heißt die Firma, die auch tatsächlich Geld ins Projekt gesteckt hat, in Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Öffentlichen Domäne ADP. Vom Stadtrat ist für den Bau des unterirdischen Parkhauses im Frühjahr des vergangenen Jahres grünes Licht gegeben worden, nach zehn Monaten sollte es, den damaligen Aussagen zufolge, fertiggestellt sein.
Ein Kuriosum in dieser Hinsicht ist, dass die Baugenehmigung erst vor ungefähr einem Monat erteilt wurde. Ein weiteres Problem stellen die falschen Berechnungen dar, die beim Bau der Finanzdirektion gemacht wurden. Dadurch sind 800 Quadratmeter, die für den Bau des Parkhauses vorgesehen waren, von der Finanzdirektion „verschluckt“ worden. Daher musste auf der letzten Plenarsitzung, ein Grundstück in der selben Größenordnung beim 700er Markt für den Bau des Parkhauses zur Verfügung gestellt werden. „Unvorhergesehene Ereignisse“ (die bei Bauarbeiten in Temeswar kein Novum darstellen) wie zum Beispiel die Verlegung eines Kabels, der nicht im Bauplan vorkam, lässt nun die Kosten von 5,2 auf 6,3 Millionen Euro anwachsen. Zurzeit arbeitet man bei der "nördlichen Baugrube", wo, laut Barbu, ein spezielles Fahrzeug aus Bukarest gebracht werden musste, wo spezielle Wände gegen das Grundwasser gebaut werden müssen. Da es ein unterirdischer Parkhaus ist, hätte jeder Laie mit dem Grundwasser rechnen müssen, in einer Stadt, die seit ihrer Entstehung mit Grundwasserproblemen zu kämpfen hat.
Laut Barbu könnten die Arbeiten noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Das Parkhaus soll 470 Parkplätze bieten.

Liviu Barbu (rechts im Bild) und Gheorghe Ciuhandu im vorigen Frühjahr, als es hieß, dass das unterirdische Parkhaus in zehn Monaten fertiggestellt sein würde.
Foto: Zoltán Pázmány

Taufen und Hochzeiten sollen in Erinnerung bleiben



Kleine Gläschen mit viel drin: Honig, Kaffeebohnen, Reis, Pfeffer oder Bonbons sollen in einem bunten Mix die Gäste überraschen.

Ein Blickfang: Handgemachte Gläschen als Andenken
Von Raluca Nelepcu

Sie sind klein, aber oho! Auf dem dunkelbraunen Holztisch stehen acht bunte Gläschen, jedes mit etwas anderem gefüllt: mit Honig, Kaffeebohnen, Reis und Pfeffer, mit Bonbons und bunten Streuseln. Die Objekte sind normaler Weise zum Mitnehmen, doch heute darf ich sie nur betrachten. Die handgemachten Gläschen haben nämlich eine ganz andere Bestimmung: Sie stehen bei Hochzeiten und Tauffeiern auf den Tischen und können von den Gästen als kleine Erinnerung an das Ereignis mitgenommen werden. Auf die Idee, kleine Andenken für besondere Anlässe von Hand herzustellen, sind zwei junge Frauen aus Temeswar/Timisoara gekommen: Die Wirtschaftswissenschaftlerin Ana Maria Negovan (24) und die Journalistin Olivera Carson (26) wollen das Business mit den Gästegeschenken demnächst ausbauen.


Ana Maria Negovan (links) und Olivera Carson stellen Andenken für besondere Anlässe her.
Fotos: Zoltán Pázmány
Ein faires Geschäft
Schon lange hatten die zwei Freundinnen gegrübelt, was für ein privates Geschäft sie trotz schwieriger konjunktureller Bedingungen gründen könnten. Ihnen kam ursprünglich nichts in den Sinn. Bis Ana Maria Negovan plötzlich ein Licht aufging. Die junge Frau feiert nämlich im November Hochzeit und möchte ihren Gästen ein kleines Dankeschön zum Schluss der Feier mitgeben. Die kleinen Gläser mit Honig, auf denen die Namen des Brautpaares stehen, werden auch von diversen Eventveranstaltern angeboten, allerdings „zu unverschämten Preisen“, sind sich die beiden Freundinnen einig. „Rund zehn Lei kostet ein solches Gläschen mit Honig. Bei 200 Gästen zahlt man bis zu 2000 Lei, das ist enorm“, sagt Ana Maria Negovan. Sie nahm sich vor, die Gläschen selber anzufertigen. Zusammen mit ihrer Freundin Olivera erkundigte sie sich, was sie für die Herstellung der Andenken benötigt. „Wir wollen ein faires Business machen und nicht die Kunden schröpfen“, sagt die Journalistin.
Allmählich wurde aus der ursprünglichen Idee mehr: In die Gläser können verschiedene Füllungen kommen, die den Wünschen der Kunden entsprechen und gleichzeitig ein Blickfang sind. Die Preise für die handgemachten Andenken sind gering im Vergleich zum derzeit bestehenden Angebot: 3,5 bis 4 Lei das Gläschen. „Auch bei diesen Preisen erzielen wir einen guten Gewinn“, verrät Olivera Carson.
Die kleinen Andenken, die zu verschiedenen Veranstaltungen den Gästen verschenkt werden, sind, wie gesagt, keine neue Erfindung. Die ersten derartigen Erinnerungen wurden im Altertum von Adeligen verschenkt. Es waren verzierte Bonbonbehälter aus Kristall oder Porzellan mit Kandiszucker oder anderen Füllungen, die das Wohlergehen und den sozialen Status der betreffenden Person symbolisierten. Zucker war seinerzeit nämlich ein Luxusprodukt. Im Laufe der Zeit wurden die Bonbonbehälter durch Schachteln mit Mandeln ersetzt. Im 13. Jahrhundert verschenkte das Ehepaar gezuckerte Mandeln. Fünf Mandeln wurden in eine kleine Box gesteckt und an die Gäste verschenkt. Sie sollten die Fruchtbarkeit, Langlebigkeit, das Wohlergehen, die Gesundheit und das Glück symbolisieren. Die Kombination von Bitter und Süß sollte als Sinnbild für das Eheleben, mit süßen und bitteren Momenten, verstanden werden.

Individuelle Andenken
Hochzeitsandenken verschenken, das war bis vor zwei-drei Jahren noch Neuland in Rumänien. Niemand hatte damals auch nur daran gedacht, die Gäste mit einem kleinen Geschenk zu überraschen. Säckchen mit Bonbons lagen am Anfang auf den Tischen, die aß man schnell während der Feier und das Andenken war damit auch weg.
Nun wünschen sich die frisch Verheirateten, dass sich auch Freunde und Familie ab und zu an den schönsten Tag in ihrem Leben erinnern können. Die Füllung wird nicht gleich vernascht und wenn schon, dann bleibt zumindest das schicke Gläschen als Andenken übrig. Ana Maria Negovan und Olivera Carson bestellen die Gläschen aus Klausenburg/Cluj-Napoca. Das Etikett gestalten sie im Bilderbearbeitungsprogramm Photoshop. Für die Füllung haben die beiden schon einige Vorschläge auf Lager, aber vor allem der Kunde selbst soll in diesem Fall das Sagen haben. „Wir wollen individuelle Andenken schaffen. Das Objekt soll das junge Brautpaar charakterisieren“, erklärt Olivera Carson. Zu den Modellen, die sie entworfen haben, gehören „Honey, are you nuts?“ – ein Gläschen mit Honig- und Nussfüllung, sowie „Homemade sweetheart“ mit der Lieblingskonfitüre des Brautpaares. Die Ideen präsentieren sie auf ihrem Blog
http://borcanele.wordpress.com.
Zurzeit erforschen die beiden Freundinnen den Markt. Anfragen haben sie schon bekommen, doch eine konkrete Bestellung trudelte bislang noch nicht ein. „Wir wollen vor allem direkt mit Privatpersonen in Kontakt treten und nicht mit Firmen, die dann unsere Andenken teurer an die Kunden weiterverkaufen“, sagt Ana Maria Negovan. Die zwei Freundinnen beabsichtigen demnächst, eine eigene Firma zu gründen. „Wir würden gerne eine Veranstaltungsagentur betreiben“, verrät Olivera Carson.

Tiere und Landwirtschaftsgeräte

Die Kinder freuten sich der ausgestellten Tiere.


Zum Anschauen schön, zum Kaufen unerschwinglich: Traktoren und Mähdrescher
Fotos: Zoltán Pázmány

Für Landwirte waren die Preise unerschwinglich
oi. Temeswar - Wo man hinsah, waren es am vor allem die Kinder, die sich an den ausgestellten Tieren erfreuten. Alldies bei der Messe „Timagralim“, die in diesen Tagen in Temeswar/Timisoara abgehalten wurde. Die Kinder konnten unter anderem beim Kuhmelken oder bei verschiedenen Kutschfahrt-Vorführungen zusehen. Zuchtpferde oder Ponys, Schafe oder Hasen zogen die Blicke auf sich.
Andere waren an den verschiedenen Vogelarten interessiert: Sei es Fasanen oder kleineres Gefleucht, von Tauben und Papageien angefangen bis hin zu Wachteln. Rund um ein hier angebrachtes Becken, in dem drei Störe schwammen, gab es auch reges Interesse. Nach wie vielen Jahren gibt es die erste „Kaviarernte“, wie schwer können die Fische werden? „Sieben Jahre alt müssen die Störe werden, um den Kaviar zu ernten. In Gefangenschaft werden sie bis zu 20 Kilogramm schwer, in der freien Wildbahn können sie sogar 100 Kilogramm erreichen“, so der junge Fischzüchter.
Die Messe fand in diesem Jahr an zwei Orten statt: Auf dem Gelände der Landwirtschatsuniversität „Banatul“ und beim Regionalen Geschäftszentrum CRAFT. In Zusammenarbeit mit den Gesellschaften der Viehzüchter und der Landwirte wurden Tiere verschiedener Rassen und jede Menge Geräte für die Bewirtschaftung der Felder ausgestellt.
Bei der Messe nahmen Unternehmen aus Deutschland, Ungarn, Serbien und Rumänien teil. Auf einer überdachten Fläche von 1.600 Quadratmeter und auf 2.500 Quadratmeter Außenflächen stellten 75 Unternehmen ihre Produkte aus.
Tiere, Tiererzeugnisse und Geräte konnten auch erworben werden. Sei es Hasen, Papageien, Honig oder Milch. Für Feinschmecker standen auch Wachteln und Wachteleier (eines kostete 0,35 Lei) im Angebot. Falls die Landwirte hier größere Geräte für die Felderbewirtschaftung kaufen wollten, gingen sie eher etwas enttäuscht davon. Nicht weil es kein reichhaltiges Angebot gegeben hätte, oder weil die Qualität zu wünschen übrig gelassen hätte. Es waren die Preise, die die meisten potenziellen Käufer abschreckten: Zwischen 150.000 und 300.000 Euro kosteten verschieden Traktoren und Mähdrescher. Auch bei anderen Geräten waren die Preise für die Landwirte kaum erschwinglicher. Zwischen 30.000 und 60.000 Euro wurde für einen Pflug, eine Sämaschine oder eine Heupresse verlangt. Für einen Landwirt, der seine 50 Hektar bewirtschaftet, ist es kaum erschwinglich, derart viel für ein einziges Gerät zu bezahlen. Worüber auch noch geklagt wurde waren die Schwierigkeiten, die auftauchen, falls man von der Bank, als Landwirt, einen Kredit beantragen will. „An EU-Gelder heranzukommen ist ebenfalls schwierig. Und jetzt sollen auch noch die Subventionen gestrichen werden“, klagte ein Temescher Landwirt. Er stand nicht alleine ziemlich belämmert da.

Verwaltungspalais: Innenräume werden renoviert


Kommunalverwaltung will Experten heranziehen
rn. Arad - Das Treppenhaus, der Hauptflur und der Festsaal des Arader Verwaltungspalais´ werden in den kommenden drei Jahren renoviert. Der technische Entwurf, die Messungen, Baustandards und Spezifikationen wurden von den Planungsfirmen Bernard Ingenieure ZT GmbH aus Österreich und Westrom Design Consulting Engineering Impex Rumänien durchgeführt. Für die Umsetzung des Vorhabens möchte die Verwaltung in Arad Fachleute, die ein Zertifikat vom Ministerium für Kultur und Religionsfragen besitzen, heranziehen. Das Projekt wurde bereits ausgeschrieben.
Das Verwaltungspalais, in dem zurzeit Bürgermeisteramt und Präfektur funktionieren, wurde 1872-1874 gebaut und erstreckt sich auf ungefähr 8.700 Quadratmetern. In der Zeitspanne 2004-2009 wurden die Büroräume zum Teil modernisiert, Hauptflur, Treppenhaus und Festsaal jedoch nicht ins Projekt eingeschlossen. Die zu renovierende Fläche beträgt 800 Quadratmeter. Zudem soll auch ein Aufzug erworben werden, der Gehbehinderten den Zugang zu den Etagen ermöglichen wird. Für das Projekt stellt die Kommunalverwaltung 1,15 Millionen Lei in diesem Jahr bereit. Das gesamte Unterfangen kostet etwa 6,4 Millionen Lei.

Das historische Gebäude, in dem Arader Präfektur und Bürgermeisteramt untergebracht sind.
Foto: Zoltán Pázmány

„Ich hatte mir damals den Tod gewünscht“

Emil Sebesan spricht über das Grauen des Experiments von Pitesti
Von Ana Saliste

In der Silvesternacht, am 31. Dezember 1949, durchlebte er die längste Prügelei seines Lebens. Acht Stunden lang schlugen sie ihn. Acht Stunden lang. Ohne Pause. Ohne Verteidigungsmöglichkeit. Mit Stöcken schlugen sie ihn über den Rücken. Mit Fäusten auf den Kopf. Mit Stiefeln sprangen sie ihm auf die Brust. Acht Stunden lang. Von 22 Uhr abends bis sechs Uhr morgens. In der Silvesternacht. Wie groß der Schmerz war, das konnte er niemals beschreiben. Der 84-jährige Emil Sebesan: „Die Prügelei im Gefängnis von Pitesti? Es ist so, als versuche man, die Farben in Grigorescus Gemälden zu beschreiben“. Dann beugt er sich vor und zeigt mir auf das „Loch“ im Hinterkopf, die Einbuchtung unter seinen weißen Haaren. „Von einem Revolver. Ein Offizier schlug mich damit“, sagt er.


Der Temeswarer Emil Sebesan ist einer der letzten Überlebenden, die im Zeitraum 1949-1951 im Gefängnis von Pitesti festgehalten wurden. Rund 2.000 Menschen - meist Studenten, die verschiedene politische und religiöse Ansichten vertraten und als „Volksfeinde“ bezeichnet wurden - waren es damals, die das von der Securitate durchgeführte „Experiment Pitesti“ erlebt hatten. Ein „Experiment“ von unmenschlicher Grausamkeit, das noch weitgehend im Wissensschatten der Zeit liegt. Auch heute wissen nur Wenige, dass hinter den Gittern des strategisch abseits von der Stadt gelegenen Gefängnisses grausame Foltermethoden angewandt wurden.
„Das grausamste Verbrechen der Gegenwart“
Tag und Nacht wurden die Häftlinge geschlagen, fast ohne Pause. Alles Menschliche in ihnen sollte dadurch zerstört werden: das Gedächtnis, die Seele, die Liebe zur Familie, die Menschlichkeit. Alles. „Neue Menschen“ sollten aus Prügel und Psychoterror entstehen. Und dadurch „ein neues Bewußtsein“. Jeder musste seinen Glauben und seine Gefühle aufgeben, um zu einem „neuen Menschen“ umgeformt zu werden, der dann vom Securitate-Mechanismus übernommen wird und die Doktrin des kommunistischen Regimes ohne zu überlegen anwendet. Dazu ließ sich die Securitate eine diabolische Methode ausdenken: Die Prügler des Gefängnisses (rumänisch: tortionari) saßen in der selben Zelle mit den Häftlingen, um die „Umerziehung“ Tag und Nacht, pausenlos durchzuführen. Ein Experiment, das der Literatur-Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn – selbst ein Inhaftierter im sowjetischen Gulag – als das „grausamste Verbrechen der Gegenwart“ bezeichnete.


37 Verhaftungen in acht Jahren
Emil Sebesan blickt mit seinen braunen Augen müde durch das Zimmer, wenn er die Erinnerungen an Pite{ti hochkommen lässt: „Ich kann es auch heute noch genau hören, das Klirren und Knirschen der Ketten, hrrsch-hrrsch“. Es war der 7. Dezember 1949 als Sebe{an, damals Mitglied in der National-Christlichen Organisation, von Securitate-Offizieren zu Hause erwartet wurde. Zum 37. Mal verhafteten sie ihn. In einem Güterwaggon wurde er diesmal nach Pitesti gebracht. Rund fünf Kilometer musste er an dem kalten Dezembertag vom Bahnhof in Pitesti bis zum Gefängnis außerhalb der Stadt laufen. Zu zweit waren die Häftlinge zusammengefesselt. „In vor Ort zusammengeschweißten Ketten“, erinnert er sich. Insgesamt 36 Temeswarer Studenten kamen an jenem Tag völlig entkräftet im Gefängnis von Pitesti an. Doch der mühsame Weg, „das war nichts“ im Vergleich zu dem, was sie erwartete.
Emil Sebesan kam ins „Zimmer 4 Spital“, den größten Raum des Gefängnisses. Eine der Dunkelkammern der Geschichte. Hier lernte er am nächsten Tag den Häftling Eugen Turcanu kennen. Zwei Wochen lang passierte nichts, zwei Wochen galt Turcanu als ein gewöhnlicher Häftling. Zwei Wochen lang waren sie alle gleich: Inhaftierte, die sich getraut haben, das System zu kritisieren.
Bis in der Silvesternacht. Da sprach Turcanu die auslösenden Worte: „Los, drauf auf sie!“. Und die „Häftlinge“, die zusammen mit Turcanu „verhaftet“ worden waren, wurden urplötzlich zu Schlägern. Sie nahmen die versteckten Stöcke hervor und schlugen zu. Den ganzen Jahreswechsel über. Turcanu und seine Leute waren keine Häftlinge mehr. Sie waren dafür zuständig, das Grauen umzusetzen. „Am Ende stapelten sie uns wie Holzscheite übereinander. Einer über den anderen. Ich war unten, im ersten Stapel“, sagt Sebe{an. „Da wurde mir klar, was der Securitate-Kommandant bei der letzten Verhaftung gesagt hatte, als ich mit ihm ironisch scherzte: ´Wohin du jetzt kommst, da wird es dir nicht mehr zum Lachen zumute sein´“.

Er aß Seife, um sich das Leben zu nehmen
Einen Monat lang wurde Emil Sebesan tagtäglich geschlagen, musste aus dem gleichen Topf essen, der ihm auch als Toilette diente. Durfte kein Wasser, sondern musste Urin trinken. Er musste seine Eltern, seine Freunde verfluchen und verdammen, um dadurch alles „hinter sich zu lassen“ und „ein neuer Mensch“ zu werden. Musste den Marxismus auswendig lernen und interpretieren. Tage wurden zu Nächten. Feiertage zu Alpträumen. „Zu Ostern mussten wir aus Seife das männliche Geschlechtsorgan schnitzen und anstatt des Kreuzes küssen“, sagt Sebesan und lässt den Kopf sinken. Einige Sekunden später hebt er den Blick wieder: „Ja, seht mich an. Ich habe das alles gemacht“, sagt er und macht eine kurze Pause. „Wenn ich heute daran denke, wird mir schlecht. Doch damals, damals taten wir alles mit äußerlich ruhigen Gesichtern“, sagt er.
Einen Ausweg gab es aus Pitesti nicht. „Ich habe mir damals den Tod gewünscht“, erzählt Sebesan mit nach wie vor ruhiger Stimme. Er versuchte mehrere Male, Selbstmord zu begehen, um so einen „Ausweg aus der Hölle“ zu finden. „Ich aß Seife, ich aß so viel Kernseife, dass beim Schlagen Seifenblasen aus mir herauskamen“, lächelt er bitter und meint, gescherzt zu haben. „Doch es war nie genug Seife da, um zu sterben“.
Emil Sebesan konnte nur entsetzt zusehen, wie andere vor seinen Augen starben. Er war dabei, als Turcanu den jungen Legionär Bogdanovici folterte. „Er sprang mit Bestialität auf seine Brust, minutenlang, bis er ihn zerquetschte. Er tat alles mit so viel Vergnügen. Das waren einfach keine Menschen, es waren Bestien“, erinnert sich der Temeswarer. Nach etwa sechs Monaten wurde er aus dem Gefängnis in Pitesti nach Gherla verlegt. Das war auch seine Rettung, denn „in Gherla war es leichter, die Gefangenschaft zu verkraften“, sagt er.

Kein Securitate-Offizier wurde verurteilt
Das Projekt zur „Umerziehung der Jugendlichen in Pitesti“ wurde vom General Alexandru Nikolski in die Wege geleitet und vom Jura-Absolventen Eugen Turcanu umgesetzt. Diese „Operation der Zerstörung von Vertrauensverhältnissen“ und des planmäßig durchgeführten Anschlags auf eine Minimalmoral wurde 1948 erstmals in Suceava angewandt, erreichte im Gefängnis von Pitesti den Höhepunkt an Grausamkeit und wurde dann in etwas abgeschwächter Form in den Gefängnissen Gherla und Târgu-Ocna weitergeführt. Durch eine Untersuchung und einen (Schein)Prozess in den Jahren 1953-1954 wurde ihr ein Ende gesetzt.
Als die Grausamkeit (teilweise) ans Tageslicht kam, distanzierte sich das kommunistische Regime von diesen Methoden: 22 Mitglieder des von Eugen Turcanu geführten Kommandos wurden zum Tode verurteilt. 16 Urteile wurden vollstreckt. Die Securitate-Offiziere, unter deren Kommando die Schergen ihren niedrigsten Bestialtrieben freien Lauf ließen, wurden nicht verurteilt. Diese wurden im Verlauf der Untersuchung nur des „kriminellen Mangels an Aufmerksamkeit und Sorge“ beschuldigt. Nein, die Offiziere wurden nicht verurteilt. Jahrelang spazierten sie noch über die Straßen. Emil Sebesan traf sie mehrere Male in der Stadt oder sah sie im Fernsehen. Er wollte vor Wut den Fernseher aus dem Fenster werfen, als er die Aussage des Generals a.D. Nikolski in der Fernsehserie „Memorialul durerii“ hörte: „Ich weiß nicht, ob in Pitesti Menschen gestorben sind“, sagte Nikolski mit Unschuldsmiene, Mitte der 90er Jahre.

40 Jahre Schweigen
Nach insgesamt fünf Jahren Haft kam Emil Sebesan aus dem Gefängnis. Und musste schweigen. Etwa 40 Jahre lang durfte er nichts sagen, sonst wäre er tot gewesen. Denn das kommunistische Regime war nicht vorbei. Jahrelang wurde er noch bespitzelt. „Alle Häftlinge mussten unterschreiben, dass sie nichts von dem erzählen werden, was sie erlebt hatten. Hätten sie das getan, wäre das als Hochverrat angesehen worden. Ich hätte die Todesstrafe bekommen können“. Nicht einmal seine Frau wusste etwas. Niemand. Deshalb konnte sich Frau Sebesan den entsetzten Schrei ihres Mannes im Temeswarer Capitol-Kino nicht erklären, als er einmal im Film eine Prügel-Szene sah. Er brüllte damals so laut, dass die Lichter im Kinosaal angingen und er entsetzt den Saal verlassen musste. Erinnerungen gingen in ihm hoch. Schmerz, der niemals weggelöscht werden konnte.
„Die Anpassung an das Leben draußen war schwieriger als die Jahre im Gefängnis“, erinnert sich der Temeswarer. Monatelang konnte er nicht auf die Straße spazierengehen. Jede menschliche Nähe jagte ihm Angst ein. Das Gefängnis hatte diese menschliche Nachbarschaft längst zerstört. Emil Sebesan musste sie neu erlernen.
„Ich konnte nicht auf dem Gehsteig, neben Menschen, gehen. Ich ging immer auf der Fahrbahn, allein“, erzählt der 84-Jährige. Eines Tages, nach der Revolution traf er den ehemaligen Fahrer der Securitate auf der Straße. Sie setzten sich auf ein Bier zusammen, als ihm dieser lächelnd gestand: „Ich war einer der zwanzig Informanten, die dich nach dem Gefängnis bespitzelten. Auch Mitglieder deiner Familie waren darunter“. Gewundert hat er sich nie darüber, er wusste es schon immer. Daher auch das jahrelange Schweigen. Vergessen hat er aber nichts. Und niemandem verziehen. Doch Emil Sebesan hat bis heute nicht seine Akte vom Nationalrat für das Studium der Securitate-Akten (CNSAS) angefordert. „Ich habe so meine Ahnungen, wer von meinen Freunden unter den Spitzeln war. Ich warte aber, bis alle gestorben sind. Sonst wäre es zu schmerzlich für mich, meine Freunde mit ihrer Schäbigkeit zu konfrontieren“, schließt Emil Sebesan.

Emil Sebesan: „Versuchen sie andauernd, Streichhölzer anzuzünden, um sie dann gleich zu löschen. In einer Minute wird es Ihnen schwindelig sein. Das war auch eine Foltermethode. Wir konnten das Geräusch nicht mehr ausstehen“.
Foto: Die Verfasserin