Anlässlich des 20. Jahrestags der rumänischen Revolution werden morgen und übermorgen mehrere Vortragsreihen, Filmprojektionen und Ausstellungen veranstaltet. Diese werden in der Temeswarer Gedenkstätte der Revolution (Emanuil Ungureanu-Straße Nr. 8) und im Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus (Gheorghe-Lazar-Straße Nr. 10-12) stattfinden.
Die Schriftstellerin Ana Blandiana wird morgen zwischen 11 und 13 Uhr die erste Vortragsreihe moderieren. Der Metropolit der orthodoxen Kirche des Banats, Nicolae Corneanu, der Temeswarer Bürgermeister Gheorghe Ciuhandu, der Kreisratsvorsitzende Constantin Ostaficiuc, Teofil Botlung, Leiter der Temescher Gesellschaft der ehemaligen politischen Gefangenen und Silviu Sarafolean von der Temeswarer Gesellschaft der ehemaligen B²r²gan-Deportierten werden zum Thema sprechen.Auch eine Videoprojektion von Dan Perjovschi „20 Jahre – 100 Zeichnungen“ steht auf dem Programm. Ebenfalls morgen, um 16 Uhr, findet die Vernissage der Fotoausstellung „Solidarisch mit Rumänien“ statt. Kurator der Ausstellung ist Jaroslaw Godun, Leiter des Polnischen Instituts. Die zweite Vortragsreihe beginnt um 16.30 Uhr. Dabei werden mehrere Vorträge zum Thema Revolution von Wojciech Zajaczkowski, Polnischer Botschafter in Rumänien, Lázló Tökés, Mitglied im Europäischen Parlament, dem Journalisten Petre Mihai B²canu und Thierry Wolton, französischer Journalist, gehalten. Anschließend wird auch ein Film der TV-Produzentin Lucia Hossu-Longin über den Temeswarer Journalisten Iosif Costina{ ausgestrahlt.
Die dritte Konferenzreihe beginnt am Freitag, dem 11. Dezember, um 10 Uhr im AMG-Haus und wird von Florian Mihalcea, dem Vorsitzenden der Timi{oara-Gesellschaft, moderiert. Dabei wird auch der Dokumentarfilm „Brüdermord“ des Regisseurs Sorin Ilie{iu ausgestrahlt. Um 13 Uhr findet die Buchvorstellung „Der blinde Fleck des europäischen Gedächtnisses“ des französischen Historikers Stéphane Courtois statt. Zwischen 15.30 und 16.30 Uhr wird Traian Orban, Leiter der Revolutionsgedenkstätte, eine Tour zu den bedeutendsten Revolutionsdenkmälern leiten. Eine weitere Vortragsreihe beginnt um 16.30 Uhr im AMG-Haus und wird von Traian Orban moderiert. Zu den eingeladenen Gästen zählt auch der Schauspieler Ion Caramitru.
Mit schwedischen Journalistinnen durch Nitzkydorf unterwegs/ Von Martin Reiter
Kurz nach 9 Abfahrt nach Nitzkydorf vom „Perla 3“-Hotel, wo die Journalistin und die Fotografin aus Schweden untergebracht sind. Univ.-Doz. Dr. Smaranda Vultur von der West-Universität Temeswar ist schon da. Sie soll die Führung durch die Banater Ortschaft und zu den wichtigsten Gesprächspartnern übernehmen. Die Hochschullehrerin und Anthropologin erzählt den beiden Gästen über das Banat, Nitzkydorf und Herta Müller, die im rumänischen Banat geborene deutsche Schriftstellerin und jüngste Literaturnobelpreisträgerin. Über sie wollen die Journalistinnen berichten. Zum „Wallfahrtsort“ ist die Gemeinde mit über 1.500 Einwohnern, wo einst eine überwiegend deutsche Minderheit lebte, geworden. Ich schließe mich der Gruppe an. „Britta“, stellt sich die Journalistin vor. Cornelia ist die Fotografin. Beide von der Tageszeitung „Expressen“ aus Stockholm.
Es soll zuerst zur Schule gehen, wo der Rumänischlehrer Tiberiu Buhnă-Dariciuc, für eine Schülergruppe aus dem Nikolaus-Lenau-Lyzeum eine Präsentation hält. Ein Gespräch mit Josef Kradi, einem der neun in der Gemeinde übrig gebliebenen Deutschen, steht an. Er ist der ehemalige Nachbar der Schriftstellerin. Er wohnt gleich neben Müllers Elternhaus, und kümmert sich auch um den Friedhof.
Erstmals in Nitzkydorf
Cornelia Nordström bekommt die notwendigen Weghinweiseund lenkt den Wagen sicher durch die Temeswarer Straßen und außerhalb. Vom Beifahrersitz blicke ich durch die Fensterscheibe. Kahle Bäume ziehen vorbei. Ein trüber Tag. Gestern regnete es. Dreck. Pfützen. Ab und zu ein Tierkadaver am Straßenrand. Nichts Außergewöhnliches für uns Hiesige. Hinten im Auto doziert die Hochschullehrerin weiterhin über die Geschichte des multikulturellen Banater Raums und der deutschen Minderheit.
Neumoschnitza/Moşniţa Nouă, Albina, Dragşina. Aufpassen: in Chevereş die richtige Abbiegung nach rechts nicht verpassen. Über die Brücke, links die Polizeistation, Bürgermeisteramt und da ist schon der Wegweiser, jetzt rechts einbiegen. Etwa 33 km Landstraße muss man von Temeswar bis Nitzkydorf hinter sich legen. Da sieht man schon die Tafel „Niţchidorf“. Die einzige betonierte Hauptstraße entlang fahren, wie in jedem kleinen Ort. Die Seitengassen sind nur geschottert. Es geht langsam und holprig darüber hinweg. Links die Polizeistation, rechts der Kindergarten in einem neu angestrichenen Gebäude. Keine Schule in Sicht. Wir sind etwas zu weit gefahren. Der Rumänischlehrer wird angerufen. Anweisungen kommen: Umkehren, zurückfahren, bei der ersten Ecke, wo die römisch-katholische Kirche steht, rechts hineinfahren. Tatsächlich ist das Stück Straße vor dem Haus Gottes noch betoniert, danach muss vorsichtig über die Steine gelenkt werden. Die Kirche mit dem neuen gelben Anstrich lässt die Landschaft etwas aufleben. Gleich gegenüber steht das Denkmal der im zweiten Weltkrieg Gefallenen. An der Spitze ein Adler mit ausgebreiteten Flügeln.
Vor dem Schulgebäude wird geparkt. Rumänischlehrer Tiberiu Buhnă-Dariciuc tritt heraus, empfängt uns. Die Journalistin fragt u.a., ob Herta Müller auch hier zur Schule gegangen ist. Der Lehrer informiert: Sie besuchte acht Jahre die Schule, vorher den Kindergarten gleich an der anderen Ecke. Wie alt? Sie muss wohl sechs oder sieben Jahre alt gewesen sein, als sie in die erste Klasse kam. Eine gute Schülerin? Ja, sie war eine der besten.
Viel Herta in der Schule
Die Lenauschüler müssen gleich hier sein, informiert der Lehrer. So können wir gemeinsam mit ihnen der Präsentation über Ort und Schriftstellerin beiwohnen. In der Schule geht es an einer Wandtafel vorbei (ich denke unwillkürlich an die „Wandzeitung“, die „Gazeta de perete“), wo verschiedene Informationen über Herta Müller angebracht sind: eine Kopie ihrer Geburtsurkunde aus dem Geburtsregister des hiesigen Bürgermeisteramtes, Fotokopien der Buchumschläge der Autorin, eine kurze Biographie. Im Klassenzimmer abermals ein Gestell mit Infos über die Nobelpreisträgerin. Fast dieselben, dazu zwei ihrer Bücher. Auf einem Tisch ein Heft mit den Abschlussdiplomen der damaligen Schüler, darunter auch das Diplom der Schriftstellerin. Die damals 15-Jährige ist auf dem Foto kaum zu erkennen. Kurzer Haarschnitt, wie ein Junge. Das Klassenbuch von 1960-1961, als die Schriftstellerin die erste Klasse besuchte, ist auf der Seite mit ihren sehr guten Zensuren aufgeschlagen. Pädagogisch.
Die sechs Lenauschüler und fünf Schüler aus der Carl-Spitzweg-Realschule aus München, eine Partnerlehreinrichtung, treten ein. Begleitet sind die Kinder u.a. von Karin Müller-Franken, Leiterin der Münchner Schule, selbst eine gebürtige Deutsche aus dem Banat, die zehn Jahre, bis zur Auswanderung nach Deutschland, die Lenauschule besuchte.
Der Lehrer kann mit seiner Präsentation beginnen. Smaranda Vultur dolmetscht für die schwedische Journalistin. Die Fotografin steht neben dem Lehrer. Fast erstarrt in ihrer Haltung wartet sie auf die richtigen Augenblicke, um die Bilder aufzunehmen. Sie ist eher wortkarg, konzentriert auf das Fotografieren und gibt nur im Notfall Anweisungen.
Buhnă-Dariciuc trägt über die Entstehung, die Geschichte der Gemeinde, ihre Besonderheiten und Herta Müller vor. Die Ortschaft wurde nach Graf Christoph von Nitzky benannt, Obergespan im Temescher Komitat. Eine andere aus dem Ort stammende Persönlichkeit: der ehemalige römisch-katholische Diözesanbischof, Sebastian Kräuter (1922-2008), wird erwähnt. Er spricht über den Nobelpreis und andere in Rumänien geborene Nobelpreisträger: George Emil Palade (1912-2008), Elie Wiesel (*1928) und nicht zuletztdie in Berlin lebende Herta Müller (*1958).
Krady, das Faktotum
Der junge Lehrer erwähnt auch sein Vorhaben, die Schule in Nitzkydorf nach der Schriftstellerin zu benennen, die er Müller anlässlich der Temeswarer Vorstellung ihres Buches „Der König verbeugt sich und tötet“ vortrug. Sie lehnte ab.
Nun wird Josef Kradi gesucht. Schwierige Angelegenheit: der Friedhofsverwalter ist telefonisch nicht zu erreichen, denn er besitzt kein Telefon. Wir fragen im Dorf nach. Der Lehrer hilft mit. Es finden sich hilfsbereite Einheimische. Der eine will den schwedischen Besucherinnen Honig verkaufen. Ein anderer Herr, der viel zu wissen scheint, verkündet: Josef Kradi muss in der Bar sein. Schon dort nachgesehen? Dann unbedingt. Die Gruppe bewegt sich in Richtung Wirtshaus. Man wird fündig. Der Lehrer geht und setzt ihn über den Besuch in Kenntnis. Ein alter Mann mit einem schmunzelnden Gesicht tritt aus der Dorfkneipe und kommt mit seinem Fahrrad auf uns zu. Nichts Außergewöhnliches für ihn. Alle, die sich für Herta Müller interessieren, sprechen auch mit ihm, dem früheren Nachbarn.
Die Hochschullererin beginnt Kradi zu befragen. Britta Svenson ist begeistert von der Arbeitsweise der Anthropologin, die nun in die Rolle der Journalistin schlüpft. Der 79-jährige Deutsche stammt aus dem Arader Komitat: Satu Nou in Richtung Crişana (Kreis Bihor). 1944 kam er ins Banat. Er wurde nicht deportiert, da er sich versteckte, als die anderen im Ort eingesammelt wurden. Zuerst arbeitete er als Dienstbote, dann wurde er Herr. Er heiratete die Tochter seines Arbeitgebers: Hans Stöckl. Wir erfahren, dass die Kirchweih in Nitzkydorf am 1. Oktober gefeiert wurde. Früher, heute nicht mehr. Es wird vereinbart, zuerst zum Friedhof, dann zu ihm nach Hause zu fahren. Die Fotografin möchte auch Bilder mit dem Alten vor seinem Haus aufnehmen.
Zusammen mit dem Lehrer fahren wir Richtung Friedhof. Kradi auf dem Fahrrad zeigt den Weg. Hier sind auch Herta Müllers Vater und die Großeltern mütterlicherseits bestattet. Vom eisernen Tor führt eine steingepflasterte Allee zwischen den Gräbern durch bis hinunter zur Kapelle. Man bemerkt sofort den Unterschied zwischen den Ruhestätten rechts, wo die Deutschen bestattet sind und denen auf der linken Seite, „der später Herbeigekommenen“. Bei den Letzteren handelt es sich um den Platz, wo einst Kindergräber lagen, an die nun ein paar marmorne Miniaturgrabsteine unweit vom Friedhofeingang erinnern.
Ein bißchen Friedhofskunde
Stöckl, Müller, Kräuter ist häufig auf den Gräbern rechts zu lesen. Auf dem Marmorgrabstein von Herta Müllers Familie stehen die Namen Gion Franz (1894-1983), darunter Gion Elisabeth (geb. Kräuter) (1899-1984) und dann der Name des Vaters: Franz Müller (1925-1978). Auf der Rückseite der Marmorplatte der Name Matz Gion (1920-1944), ein Onkel, der von der Schriftstellerin in ihren Büchern erwähnt wird. Sobald die Anthropologin den Namen Gion erblickt, vermutet sie einen französischen Ursprung. Sie spricht über eine ähnliche Lage in Triebswetter, wo die Deutschen elsässisch-lothringischer Herkunft waren, worauf auch die Namen deuteten, und was anhand der vom Ortspfarrer für jede Familie ausgestellten Stammbücher bewiesen werden konnte.
Kradi wird nach dem Vater der Schriftstellerin gefragt. Allbekannt, dass dieser in der Waffen-SS gekämpft hat. Als die schwedischen Journalistinnen erfahren, dass er damals nur 19 Jahre alt war, ändern sie ihr Vor-Urteil. Kradi erinnert sich: „Er war ein anständiger Mensch, ein angesehener Mann.“ Er habe im Ort die Kollektivwirtschaft gegründet, war auch Mitglied der Kommunistischen Partei. Die Mutter der Schriftstellerin? Sie blieb daheim. Ihr Vater, Franz Gion, hatte einen Laden, wo sie arbeitete. Dann wurde sie nach Russland deportiert. „Wieso mochten die Dorfbewohner Herta Müller nicht,“ fragt der Lehrer. Weil sie in der Zeitung über sie schrieb, „darüber, wie sie wirklich waren,“ so Kradi.
Es geht zur Kapelle, wo der Graf von Nitzky bestattet sein soll. Ich bin skeptisch und frage nochmals nach. Dessen menschliche Überreste liegen unter der Kapelle. Um überzeugender zu sein, geht der Verwalter hinaus und zeigt auf die linke Seitenwand. Tatsächlich sind da zwei Eisenringe und die eingerissenen Spuren in der Mauer weisen auf eine Platte.
Wir verlassen den Friedhof. Am Tor schließt der 79-Jährige: „Fast den ganzen Tag bin ich hier im Friedhof, was soll ich Zuhause?“ Es wird zu Kradis Haus gefahren. Der Alte setzt sich auf die Bank vor sein kleines Haus. Die vorletzten Fotos. Die letzten werden vor dem Namenschild der Gemeinde bei der Ausfahrt aufgenommen.
Eingesparte Nebenkosten bleiben im Gesundheitssystem
st. Arad - Solaranlagen einsetzen, um so herkömmliche Energien zu sparen - das ist heute, zumindest in der Theorie, in aller Munde. Der Arader Kreisrat hat nun ein Projekt an Land gezogen, dass zwei Krankenhäusern im Verwaltungskreis Warmwasser aus umweltfreundlichen Quellen sichern soll. Konkret geht es um das Regierungsprogramm „Casa Verde“, das vorsieht, klassische Heizsysteme durch die Zufuhr von Solar-, Geothermal-, Wind- oder sonstige umweltfreundliche Energien zu ersetzen oder zumindest zu vervollständigen. An Arad gemessen, geht es um das Kreiskrankenhaus in der Kreishauptstadt und um die Neuro-Psychiatrie-Klinik in der Gemeinde Petri{.
„Wenn wir eine gehobene Leistung im Gesundheitssystem erreichen wollen, müssen wir die Kosten senken, aber gleichzeitig die Qualität der medizinischen Leistungen auf hohem Niveau behalten“, sagte der Arader Kreisratspräsident Nicolae Io]cu. Dabei dachte er bereits an die Vorteile, die das Regierungsprogramm „Casa Verde“ seinem Kreis schon in Kürze einbringen kann. „Die so eingesparten Summen sollen in andere Projekte des Gesundheitssystems investiert werden“, fügte Kreisratspräsident Io]cu hinzu.
2,75 Millionen Lei wird Arad für die Umsetzung der beiden Projekte von der Regierung erhalten; das sind 80 Prozent der Kosten, für den Rest muss die Arader Kreisverwaltung aufkommen. Die Regierungsgelder sind nicht rückzuzahlende Fonds. Der Antrag zur Finanzierung aus Bukarest wurde im Sommer d.J. hinterlegt. Wie Andreea Dine], Sprecherin des Arader Kreisrates der Banater Zeitung gegenüber sagte, werden die Einsparungen nach der Montage der geplanten Solaranlagen die Kosten für Warmwasser in den beiden Spitälern um etwa 80 Prozent herabsetzen.
Um die Stadt Chisineu Cris im Verwaltungskreis Arad soll eine Umgehungsstraße gebaut werden. Auch die Straßenkreuzungen werden modernisiert, ließ Staatssekretär Eusebiu Pistru verlauten. Der Bau der Umgehungsstraße wurde in ein Finanzierungsprogramm des Verkehrsministeriums für das Jahr 2010 eingeschlossen. Das Projekt zur Generalüberholung der Nationalstraße DN 79 Arad-Großwardein/Oradea sieht auch die Modernisierung der Kreuzungen in Richtung Grenzübergang Varsand und Sintea Mare vor.
Hinter Gittern in Arad
Carmen Bejan (20), die Medizinstudentin aus Ineu, die im August diesen Jahres zusammen mit ihrem Kommilitonen Sergiu Florea einen Rom in Temeswar/Timi{oara erstochen und tranchiert hat (der „Fall Trifu Schroth“), wurde ins Arader Hochsicherheitsgefängnis transferiert. Carmen Bejan bleibt einen Monat lang in Quarantäne, wie es das gesetzliche Verfahren im Falle eines Transfers vorsieht. Sie darf jeden Tag von ihrem Anwalt und ein Mal in der Woche von der Familie besucht werden.
Silvesternacht mit Ricchi e Poveri
Die italienische Gruppe Ricchi e Poveri wird Silvester vor dem Bürgermeisteramt Arad auftreten, informiert www.aradon.ro. Die Band wurde 1968 in Genua gegründet und hat im Laufe der Jahre 20 Millionen Alben verkauft. Den Höhepunkt ihres Erfolgs erreichten die drei Bandmitglieder in den 80er und 90er Jahren mit Songs wie „Mamma Mia“, „Che sara“ oder „Se m´innamoro“. Das Arader Bürgermeisteramt hat noch keine genaueren Angaben zum Neujahrsprogramm publik gemacht.
Wireless-Internet in Sanktanna
Sanktanna/Sântana im Kreis Arad ist die erste Stadt in Rumänien, die ein kostenlos zur Verfügung gestelltes Wireless-Netzwerk hat. Nutznießer des Systems sind alle Bürger, die einen Laptop besitzen. Demnächst sollen Überwachungskameras in der Stadt montiert werden. Jene, die aus Sanktanna ausgezogen sind, werden auf der Internetseite www.santana.roLive-Übertragungen der 20 Kameras verfolgen können. Die Lokalverwaltung plant auch Online-Fernsehsender und –Radio.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Das Museum in Arad und das Móra-Ferenc-Museum in Szeged, Ungarn, arbeiten zusammen im Rahmen eines Projekts, das die Konservierung und wissenschaftliche Aufarbeitung der Kollektion des Reliquien-Museums in Arad vorsieht. Das Projekt HURO/0801/029 ist Teil der strategischen Zusammenarbeit der Kreisverwaltung Arad mit dem ungarischen Komitat Csongrád und wird über den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung finanziert. Das Projekt läuft in der Zeitspanne 1. Dezember 2009 – 30. November 2010.
Sarg gestohlen und wiedergefunden
Sechs Männer aus Ungarn und Rumänien wurden in Budapest für ein außergewöhnliches Verbrechen festgenommen. Diese haben im vergangenen Herbst den Sarg samt der Leiche des vor drei Jahren verstorbenen Milliardärs Friedrich Karl Flick aus einem Friedhof in Velden, Südösterreich, entwendet. Der Sarg wurde letzte Woche in Ungarn gefunden. Die festgenommenen Verdächtigen sollen den Sarg in den Wäldern um Budapest versteckt und von der Familie des Verstorbenen Lösegeld über mehrere Millionen Euro gefordert haben.
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IN EIGENER SACHE
1. Die Reportage unserer Kollegin Ana Saliste, „Aus der Kindheit einer Nobelpreisträgerin/ Wie die Bewohner aus Nitzkydorf den Erfolg der Schriftstellerin finden“, erschienen in der BZ Nr. 825vom 14. Oktober 2009 wurde inzwischen von der „Deutschen Presseagentur“ (dpa), von „Bild“ (auszugsweise), von der „Frankfurter Rundschau“ online sowie von „Die Berliner Literaturkritik“ übernommen.
2. Auf ihrem 47. Kongress, am 10. Oktober 2009, in Innsbruck, wählte die European Journalists Association (EJ) unsere Kollegin Raluca Nelepcu (25), Chef vom Dienst der Banater Zeitung, als Generalsekretärin in den Vorstand des von der EU anerkannten Journalistenverbands.
3. Die Reportage "Sie mussten in der Öffentlichkeit schweigen" von Raluca Nelepcu war unter den besten zehn von über 80 Einsendungen und für den n-ost-Reportagepreis nominiert worden.
Herausgeber: Demokratisches Forum der Deutschen im Banat
Redaktion: 300229 Temeswar/Timişoara, Str. Protopop George Dragomir Nr. 2
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Das BZ-Team: Werner Kremm (Redaktionsleiter) wkadz@netex.ro; Raluca Nelepcu (Chef vom Dienst) nelepcu@adz.ro; Nicoleta Dobos dobos@adz.ro; Olivian Ieremiciu ieremiciu@adz.ro; Andreea Oance oance@adz.ro; Zoltán Pázmány pazmany@adz.ro; Ana Saliste saliste@adz.ro; Siegfried Thiel thiel@adz.ro; Balthasar Waitz waitz@adz.ro;