
Foto: Zoltán Pázmány
Revolution, statt Bier – Die Kommunalverwaltung der Stadt Temeswar/Timisoara hat anlässlich des Temeswarer Stadtfestes die Rettung des Revolutionsmemorials bekannt gegeben: Die Gedenkstätte der Revolution von 1989 bekommt nun einen Raum in der jüngst sanierten Theresien-Bastei. Die Lösung kommt nach einem jahrelangen Disput, da der alte Sitz der Temeswarer Revolutions-Gedenkstätte am Domplatz rückerstattet wurde und die Räumlichkeiten befreit werden müssen. Ein Temeswarer Biermuseum sollte auch in denselben Räumlichkeiten in der Bastei entstehen. Nun beschloss es die Stadtverwaltung doch anders: Diese Räume werden ausschließlich die Gedenkstätte der Revolution beherbergen. „Dies ist eine gute Lösung, die das Bürgermeisteramt für uns gefunden hat. Wir hoffen nur, unser Projekt durchführen zu können, denn dafür brauchen wir viel Platz”, sagt Traian Orban, der Leiter der Revolutionsgedenkstätte in Temeswar.
Ursprünglich sollte die Gedenkstätte den Raum mit einem Temeswarer Biermuseum teilen – 700 Quadratmeter hätte jede Einrichtung zuteil kommen müssen. „Das kommt gar nicht in Frage. Entweder bekommen wir den ganzen Raum für uns allein oder gar nicht. Die Revolution ist doch ein ernstes Thema und wir entwickeln uns auch ständig, mit Archiven und Dokumentation”, sagte Revolutionär Traian Orban. Mehr als 1.400 Quadratmeter sind nun für die Gedenkstätte der Revolution vorgesehen. „Ich kann vorläufig einen unfertigen Bau nicht einteilen. Wir haben jetzt nur entschieden, wozu der Raum dienen soll”, fügte Bürgermeister Ciuhandu, deutlich aufgeregt, hinzu. Die Räumlichkeiten in der Bastei wird das Memorial kostenlos für eine Dauer von fünf Jahren nutzen können.
Der Kommunalrat Temeswar führt derzeit ein Prozess mit dem Eigentümer des Gebäudes an der Emanuil-Ungureanu-Straße Nr. 8, wo sich noch das Revolutionsmemorial befindet. Das Haus wurde rückerstattet, nun möchte die Stadtverwaltung das Investionsgeld für die Einrichtung des Museums zurückbekommen. Die Räumlichkeiten an der Ungureanu-Straße wurden 1998 der Gedenkstätte für 99 Jahre zur Nutzung überlassen. Im Laufe der Jahre wurden einige hunderttausend Euro in die Einrichtung des Museums investiert. 2006 wurde das Gebäude rückerstattet. Eine andere Lösung für die Rettung des Memorials war der Umzug ins Banater Museum. Auch dieses Museum wird derzeit saniert.
Die Arbeiten an der Temeswarer Bastei begannen im Frühling 2008, nach langem Disput zwischen den Kommunalbehörden und den Mietern der Räumlichkeiten innerhalb des historischen Gebäudes. Die Sanierung sollte am 28. Juli 2009 beendet werden. Später wurde eine neue Frist für November des vergangenen Jahres angesagt. Nun ist Endtermin für die Sanierungsarbeiten der 30. September 2010.











