Freitag, 20. August 2010

Weniger Gegenwart, umso mehr Nostalgie und Perspekive


Ancora-Palast – auch nach heutigem Ermessen ein imposantes Gebäude



Blasmusik, Ausstellungen und etwas Unterhaltung – alles am „Tag der Marine“ in Temeswar
Fotos: Zoltán Pázmány
Wenig Verkehr auf der Bega/ „Tag der Marine“ auch in Temeswar
Von Siegfried Thiel

Es gibt schon einige, die finden die Bega ein „schmutziges Wässerchen“ und würden deshalb nie und nimmer auf den Gedanken kommen, Temeswar/Timisoara als „Stadt an der Bega“ zu bezeichnen. Die meisten jedoch sehen das Schöne an diesem Fluss, der ihnen einen Großteil des Trinkwassers spendet, der für sie Alleen zum Spazieren bietet und nicht zuletzt seit einigen Jahren ein eigenes Fest - das Bega-Boulevard-Fest - hat. Nostalgiker wünschen sich auch erneut eine schiffbare Bega, Optimisten sehen dies bald realisierbar, Pessimisten natürlich ganz im Gegenteil.Gleich zweimal fragt manch Bürger nach, wenn er erfährt, dass auch in Temeswar ein „Tag der Marine“ veranstaltet wird. Es ist immer der 15. August, wenn Matrosen auch in Temeswar ihre Festkleidung anlegen, obwohl nur ein einziges Passagierschiff zu Tourismuszwecken offiziell verkehrt – dies jedoch so gut wie keine Kunden hat. „Ich sehe schon ein großes Potential für die Schiffahrt auf der Bega“ sagt Dr. Ing. Alexandru B²rboi, Büroleiter der Hafenverwaltung in der Stadt. Freizeitfahrten auf der Bega sieht er als Chance für den Temeswarer Tourismus, aber auch für den Nahverkehr und kann dazu auch einen ökologischen Hintergrund erkennen. Von der Entlastung des Straßenverkehrs ganz zu schweigen. Manche haben jedoch noch immer die Reaktionen vergangener Jahre aus Serbien im Hinterkopf, als es da geheißen haben soll, man brauche keine schiffbare Bega, denn das würde ja der NATO einen Weg geradezu schenken, in das Nicht-NATO-Land Serbien vorzudringen. Seit jenen Aussagen hat sich einiges zum Besten zwischen NATO und Serbien gewendet, ob sich jedoch an der Bega-Strategie was geändert hat, konnte die Banater Zeitung auf die Schnelle nicht erfahren. Serbiens Konsul in Temeswar, Dragomir Radenkovic war am Tag des Aufarbeitens unserer Dokumentation verreist. Eine Vermutung gibt es: Mit der Ausbaggerung der Bega sollen die Serben weiter vorangekommen sein, als die Rumänen.Als „Ancora-Palast” war Anfang des 20. Jahrhunderts das stattliche Gebäude an der Kreuzung Dragalina-Boulevard – Tudor Vladimirescu-Zeile das Portul-Restaurant untergebracht. Manch einer kehrte da auf dem Weg zum Bahnhof in den 80er Jahren da ein, danach verfiel sein Niveau zusehends und wurde letztendlich geschlossen. Der Name war klangvoll, mit Schiffen brachte kaum jemand das Restaurant in Verbindung. Von einer ehemals schiffbaren Bega, einer Hafenkommandantur in der Josefstadt und von Anlegeplätzen ist heute entlang der Bega kaum noch was geblieben. Auch bei Otelek/Otelec gab es früher eine Hafenkommandantur sagt Dr.Ing Alexandru B²rboi, der ein Projekt zur Schiffbarmachung der Bega erstellt hat. Die Schleusen müssen gesäubert und die Bega richtig ausgebaggert werden, sagt der Verantwortliche für die Schiffahrt auf der Bega.Die Bega war der erste schiffbare Kanal Rumäniens, angelegt zwischen 1728 und 1760. Bereits 1732 entschieden sich die Temeswarer Behörden zum Bau des ersten Hafens – er befand sich in der Nähe der Siebenbürger Kaserne, da wo heute im Stadtzentrum das Continental-Hotel steht. Zwei Jahrzehnte später wurde der Hafen in die Josefstadt verlegt. Dokumentarisch belegt wird der Hafen in Temewar erst ab 1860. Der Bega-Kanal ist 116 Kilometer lang, 44 Kilometer – beginnend mit dem Wasserwerk in Temeswar - befinden sich auf dem Gebiet Rumäniens. Hauptgrund für die Anlegung des Bega-Kanals war eine gute Wasserbewirtschaftung im Banat: Dabei ging es sowohl um die Versorgung mit Trinkwasser, als auch zum Vorbeugen von Überschwemmungen. Über das Wasser verband die Bega zu einer Zeit die Banater Metropole mit Rotterdam, wobei sowohl Passagiere als auch Güter befördert wurden. Die ersten Passagiere gab es 1869 auf der Bega – 50.000 pro Jahr waren es damals. 1944 wurden insgesamt etwa 500.000 Reisende befördert. Der Güterverkehr auf der Bega wurde 1958 aufgehoben, neun Jahre später war es auch mit dem Passagierverkehr zu Ende.
Rückerstattete Häuser und Grundstücke in der Nähe des Bega-Kanals erhalten mit dem Trend zum Ausbau der Bega neuen Wert, neue Dimension und neue Preise. Darauf spekuliert so mancher, und will derzeit auf keinen Fall verkaufen, zumal in Temeswar und Umgebung die Grundstückpreise in letzter Zeit im Durchschnitt um 20, gelegentlich aber auch um 40 Prozent zurückgegangen sind.

BANAT AKTUELL

Die Woche der Künste
Theater und visuelle Künste treffen nächste Woche in Temeswar/Timisoara aufeinander. Zwischen dem 20. und dem 29. August werden hier zwei Festivals stattfinden: Das Festival der visuellen Künste „ManyFest“ und das internationale Theaterfestival für Jugendliche in englischer Sprache „T4T“. Beide Ereignisse werden vom Temeswarer Verein „AT4T“ veranstaltet. Die vierte Auflage des „ManyFestes“ wird am 20. August um 20 Uhr im Barockpalais am Domplatz eröffnet. Die Eröffnung des Theaterfestivals ist für den 22. August um 19 Uhr im Temeswarer Kulturhaus der Studenten anberaumt. Beide Festivals enden am 28. August um 17.30 Uhr in der Synagoge der Temeswarer Innenstadt. (ao)

Florin Chilian performt am Freitag
Am Freitag statt Donnerstag: Das Konzert des rumänischen Musikers Florin Chilian wurde wegen des Qualifikationsspiels für die UEFA-Europa-League zwischen FC Timisoara und Machester City am Donnerstag um einen Tag verschoben. Somit wird Florin Chilian einen Tag später - am Freitag, dem 20. August, um 21 Uhr, im Sommergarten des Temeswarer Clubs „No Name“ auftreten. Der Eintritt kostet 25 Lei. Bisher hat der Künstler drei Alben auf den Mark gebracht. Sein neustes Album „Autistul – Nu-l mai izgoni]i pe Brâncusi“ wurde in diesem Jahr lanciert. 2007 gewann Florin Chilian mit dem Lied „Zece“ den Preis für das beste Musikvideo in Rumänien. (ao)

Hotels werden verramscht
Herkules Bad, die SC Argirom International SRL und die SC Herkules SAverkaufen derzeit in aller Eile die ihnen noch verbliebenen Hotels. Unlängst verkaufte Iosif Arma{, der Hauptaktionär der beiden Firmen, das Hotel „Decebal“ (ehemals „Franz Joseph“), die kaiserlichen Bäder am rechten Cerna-Ufer und den Kurpavillon Nr. 5 (linker Hand der römisch-katholischen Kirche). Die Verkaufseile erklärt sich durch die Gefahr, dass der Fiskus wegen Steuerschulden auch diese Hotels konfisziert. (wk)


TEMESWAR EMPFEHLEN (9)

Der Phantasie freien Lauf lassen

Diana Panta (17) lebt in einem Temeswarer Neubauviertel. Die gebürtige Temeswarerin besucht die elfte Klasse des Nikolaus-Lenau-Lyzeums.

Zum Sehen: Die Stadt Temeswar von einem Fenster der ehemaligen Druckerei unweit der Iulius Mall. Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, durch die leeren Räume zu spazieren und sich vorzustellen, dass hier vor mehr als 20 Jahren so viele Leute beschäftigt waren.

Zum Hören: Jazz-Konzerte im Handmade-Café „Manufactura“, weil hier eine ganz spezielle Atmosphäre herrscht. Man kann den Jazz einfach genießen und seiner Phantasie freien Lauf lassen.

Zum Genießen: Ein Abend in der „Scârt“-Bar (Zoe-Straße Nr. 1) hinter dem Doina-Park unweit des B²lcescu-Platzes. Hier kann man in einem gemütlichen Ambiente entspannen oder Freunde treffen. Die Musik trägt gut zum Chillen bei.

Inception: Die Gedankenkontrolle

Leonardo DiCaprio als Meisterdieb der Träume
Das Eindringen in die Gedanken anderer Menschen mittels ihrer Träume – das verspricht der neue Blockbuster „Inception“. Ein SciFi-Film oder ein Psychotriller oder vielleicht auch ein Actionfilm – die Handlung ist so komplex, dass es manchmal schwer fällt, den Film einer bestimmten Gattung zuzuordnen. Der Regisseur Christopher Nolan, bekannt auch von den Produktionen „The Dark Knight“ und „Batman Beginns“, widerspiegelt durch seinen Film eine der größten Ängste der Menschen: Das Stehlen der Geheimnisse aus den Tiefen des Unterbewusstseins.
Leonardo DiCaprio verkörpert den Meisterdieb der Träume, Dom Cobb. Die Traumphase hat keine Grenzen und das weiß auch der Agent Cobb zusammen mit seiner Träumergruppe. Dank moderner Technologie ist es für sie möglich, tief in das Unterbewusstsein und in Träume von geheimnisvollen Menschen einzudringen und ihre Ideen zu stehlen. Ein Kinderspiel. Doch alles kompliziert sich, als Cobb beauftragt wird, das absolut Unmögliche durchzuführen: die sogenannte „Inception“. Der Auftrag lautet: Statt eine Idee zu stehlen, diesmal eine einzupflanzen. Die Implementierung ist nur dann möglich, wenn mehrere Traumebenen überbrückt werden und der Gedanke im tiefsten Un(ter)bewusstsein gedeihen kann. Traum und Realität, Wahrnehmung erster und zweiter Ordnung verschwimmen ineinander.
Der britisch-amerikanische Regisseur Nohlan hat am Drehbuch etwa zehn Jahre gearbeitet und das kann man im Laufe des Filmes spüren. Der Actionfilm ist voller Details und es ist empfehlenswert, ihn sogar mehrmals zu sehen. Die Internet-Datenbank der Filme (Internet Movie Database) verleiht dem Film 9,1 von 10 möglichen Qualitätspunkten und plaziert den Blockbuster kurz, nachdem er auf die Leinwand gebracht wurde, auf Platz 3 im Online-Ranking der besten Filme aller Zeiten. Der Film läuft zur Zeit im Cinema-City-Kino der Temeswarer Iulius Mall.
Andreea Oance

Hier haben die Frauen das Sagen

Kein günstiger Tag fürs Einkaufen: Kunden verlassen das Geschäft mit leeren Händen.




Frauen können solch einem Angebot nicht widerstehen.

Fotos: Zoltán Pázmány


Nur wenige Männer beim Sommerschlussverkauf
Von Raluca Nelepcu und Andreea Oance

Zu heiß zum Einkaufen? Nein, sagen die Frauen, wobei die Männer die Augenbraue heben. Vor allem Schnäppchenjägerinnen schlendern dieser Tage durch die klimatisierten Geschäfte, schauen sich die Preise an und greifen in den Geldbeutel. Temeswars Geschäfte locken nämlich mit zahlreichen Sonderpreisen: Sommerschlussverkauf ist angesagt, und da kann man nicht nur passiv zuschauen.
30-50-70-80: Rote Zahlen zieren die Schaufenster der Kleidungsläden in der Iulius Mall. „Prozente“ ist das Schlagwort der Sommersaison, wenn es um Mode geht. Je mehr, desto besser. Es ist die Rede von Preisnachlässen von bis zu 80 Prozent, die Händler ihren Kunden gewähren. Die absolute Einkaufsmeile in Temeswar/Timisoara ist derzeit die Iulius Mall. Bei „Pull&Bear“ im Erdgeschoss der Mall herrscht schon um 12 Uhr reges Durcheinander. Vertreterinnen des schönen Geschlechts spazieren durch den Laden, bestaunen die Sonderangebote, wählen was aus und laufen in die Umkleidekabinen. Vereinzelt begutachten auch ein paar Männer das Angebot. 49-59 Lei kosten hier die Männer-T-Shirts, Frauen kommen mit mindestens 10 Lei weniger aus, wenn sie Blusen einkaufen wollen. Hosen gibt es ebenfalls für 59 Lei. Bei „Bershka“ gleich nebenan ist zur Mittagszeit kein einziger Mann im Laden. Schaut man sich das Angebot an, so wird einem schnell klar: Die Preise der Männerkleidung liegen deutlich höher als die der Frauen. Auch das Angebot ist verschieden: Wenn sich Frauen zwischen T-Shirts und Blusen, Kleidern und Röcken, kurzen Hosen und Badeanzügen, Sandalen und Sandaletten entscheiden müssen, haben Männer die Qual der Wahl nicht. Nur einige T-Shirts, Hemden, kurze Hosen, Sandalen oder Flip-Flops für männliche Kunden tragen die Rabatt-Zeichen.

Einkaufen nur bei Bedarf
„Ich kann nicht behaupten, dass ich mehr einkaufe, wenn es Preisreduzierungen gibt. Ich kaufe ein, wenn ich etwas unbedingt brauche. Ich erwerbe also nichts, nur weil es billig ist und weil ich mir vielleicht vorstelle, dass ich es irgendwann mal gebrauchen könnte“, erläutert der 23-jährige Student Andrei S. Die Meinung des Studenten teilt eine Mehrheit des starken Geschlechts. Männer denken eben praktisch, für sie muss das Einkaufen blitzschnell über die Bühne gehen. „Wenn ich etwas dringend brauche, dann gehe ich direkt in den Landen, wo ich weiß, dass ich es finde. Ich probiere es und kaufe es. Ich bin nicht so wie die Frauen, dass ich in hundert Länden gehe, um die Preise zu vergleichen und dann wieder zurück ins erste Geschäft renne“, sagt Mihai C. (43) und drückt hiermit eine der häufigsten Ausreden der Männer aus, wenn es ums Einkaufen geht. Zum Bummeln haben die meisten keine Lust, und nur das Wort „Shopping“ sorgt bei manchen für spontane Schweißausbrüche.

Shopping: keine Leidenschaft für Männer
„Komm schon“, mahnt ein Mann Mitte 30 seine Frau, die „noch dieses Kleid anprobieren“ möchte. Er trägt ein einfaches braunes T-Shirt, eine Dreivierteljeans, Sportschuhe und sieht deutlich gelangweilt aus. Seine Frau schaut sich gerade das Angebot an. Blusen, Hosen, T-Shirts, Röcke und Kleider warten bei „New Yorker“ nur darauf, anprobiert und gekauft zu werden. Während seine blonde Frau noch schnell das gewünschte Kleid probiert, geht er schon zur Kasse. Er hat sich rasch für ein Hemd entschieden, das er - ohne es lange zu betrachten - bezahlt. Im Laden mit gelb dekorierten Schaufenstern gibt es ein umfangreiches Angebot auch für Männer. T-Shirts kosten hier 19,90 bis 32,90 Lei, Jeans sind für 69,90 bis 89,90 Lei erhältlich. „Der Schnitt war komisch“, sagt die Frau, nachdem sie das blaue Sommerkleid wieder auf den Ständer gehängt hat. Sie lächelt, während sie ihrem inzwischen schon genervten Mann erklärt, dass ihre Suche nach Schnäppchen heute schlecht ausgegangen ist. Denn Frau erlebt Euphorie nicht nur, wenn sie mit etwas in der Tasche nach Hause geht. Allein schon das Bummeln durch die Geschäfte macht sie glücklich.
Doch was macht Männer glücklich? Shopping ist es nicht. „Ich habe keine Zeit zum Einkaufen, obwohl ich schon ein paar neue T-Shirts gebrauchen könnte“, sagt der Ingenieur Cristian R. (26). Und das ist eine klassische Ausrede bei Männern. Eine Studie des britischen Forschungsunternehmens OnePoll erweist, dass Frauen bis zu 100 Stunden und 48 Minuten pro Jahr verbringen, um Kleidung zu kaufen. Die Statistik, bei der 2.000 Frauen befragt wurden, erwies auch, dass Frauen fast drei Jahre ihres Lebens dem Einkaufen widmen – dabei aber auch relativ viel für den Haushalt erwerben. Trotzdem gibt es auch Männer, die den Sommerschlussverkauf nicht nur wahrnehmen, sondern auch davon profitieren. Einer davon ist George D. Der 24-jährige Anwalt weiß, dass in seinem Beruf das Aussehen von sehr großer Bedeutung ist. „Ich muss immer elegant und gepflegt sein. Daher kaufe ich auch ziemlich oft ein. Nicht nur, wenn Aktionszeit angesagt ist“, sagt er. Ganz froh verlässt er das „Zara“-Geschäft in der Temeswarer Mall. Die Jeans, die er in der Tüte schön eingepackt trägt, hat er schon im Frühling im Laden ausgehängt gesehen. 200 Lei kostete die Hose damals. „Ein bisschen zu teuer. Doch nun habe ich sie um bloß 70 Lei erworben. Das Warten hat sich doch ausgezahlt“, sagt der junge Anwalt. Doch manch andere Kunden macht das Warten nicht unbedingt glücklich, denn im Laufe der Monate verkaufen sich die passenden Größen, wobei zur Zeit der Aktionspreise nur noch große Größen übrig bleiben. „Ich bin einer, der nicht viel Glück beim Einkaufen hat. Ich bin schlank, meistens kann ich in den reduzierten Kleidungsstücken nur schwimmen“, sagt der Bruder des Anwalts, offensichtlich vom Angebot enttäuscht. „Die besten Modelle und Schnitte sind weiterhin zu hohen Preisen erhältlich“, fügt Eduard hinzu. „160 Lei für ein Paar Sommerhosen – das finde ich viel zu teuer“, schließt er.

Markengeschäfte leer
Die Markengeschäfte in der Iulius Mall werden ab und zu von Kunden aufgesucht. Das aber nur sehr selten. Hereinspaziert, den Preiszettel angeschaut und schon wieder herausgerannt. Die wenigen Angebote und die „zu hohen Preise“ jagen die Kunden weg. „Man kann sich diesen Preisen nicht mal nähern“, sagt ein Mann, indem er verzweifelt das Geschäft im ersten Stock der Iulius Mall verlässt.
Ganz anders ist es im „Galeria 1“-Einkaufszentrum. „Sports Outlet“ oder „Bodo Sport“ sind die Läden, die Sportschuhe zu reduzierten Preisen das ganze Jahr hindurch verkaufen. Hier kann man Markenschuhe zu Schnäppchenpreisen erwerben. „Viele dieser Schuhe können zu ähnlich günstigen Preisen wie im Ausland erworben werden“, sagt Doru G. (43). Er ist zusammen mit seiner Frau einkaufen gekommen. „In einer Woche machen wir Urlaub. Wir gehen wandern, dafür brauchen wir feste Qualitätsschuhe, die aber auch nicht zu teuer sind“, sagt der 43-jährige Mann. Auch seine Frau ist zufrieden: „Gewöhnlich sind wir immer bis nach Szeged in Ungarn zum Shopping gefahren. Ich muss aber zugeben, dass manche Waren, nun auch hierzulande zu günstigen Preisen gekauft werden können“. Die Modelle sind nicht mehr der letzte Schrei, sondern Schuhe, die in den vergangenen Jahren auf den Markt gebracht wurden. So sind diese zwei Läden fast ständig voller Kunden, ganz im Gegenteil zu den „Adidas“-, „Lotto“- oder „Sport Zone“-Läden in der Mall, wo meistens nur die neuesten Modelle zu hohen Preisen angeboten werden.

Weinstraße: Imaginär, auf halbwegs gutem Asphalt


Casa Altringen: Schwäbisches Bauernhaus wurde Nostalgiepension




Minisch-Tal hätte weitaus mehr zu bieten/ Viel Zufall und Alleingang
Von Siegfried Thiel (Text und Foto)
„Ja, es gibt so einige“, Genaueres kommt auch von Berufsverbänden über die Weinstraßen in Rumänien kaum. Sie sind weder als solche in Karten verzeichnet, noch haben sie als Infrastruktur viel zu bieten, und wer eine solche „Straße“ bereist, geht einen selbst angelegten imaginären Weg, der Tirol im Banater Bergland erfassen kann, aber auch einen Abstecher nach Busiasch/Buzias, dann ins weither bekannte Weingut in Rekasch/Recas (beide Verwaltungskreis Temesch/Timis) zulässt. Die Trasse führt dann in den Kreis Arad, wo sich entlang der Strecke Minisch/Minis - Giorok/Ghioroc – Paulisch/Paulis angeblich eine Weinstraße befindet. Weinkeller in einem gewissen Umfeld sind jedoch nicht alles, was sich Weinkenner und –verkoster als Tourismusattraktion so wünschen. „Wein-Touristen sind vorwiegend gut situierte Leute und die wollen in einem guten Restaurant essen, die haben gewisse Ansprüche“, sagt Ramona Lambing Inhaberin der Reiseagentur Passage in Temeswar/Timisoara. Im gleichen Atemzug setzt sie fort: „Ein solches Restaurant an der Strecke gibt es nicht“.

Verschlossene Weinstraße
Unter diesen Voraussetzungen begann unsere Reise von Temeswar nach Giorok. Der dazu ausgewählte Nachmittag war geradezu ideal, um Gegebenheiten und Gepflogenheiten entlang der Weinstraße zu testen. „Ich will mich nicht immer gleich anmelden, wenn ich einen Wein verkosten will, sondern ganz einfach in einen Weinkeller einkehren; genauso wie in eine Gaststätte“, hatte ein Weinkenner aus Deutschland mir vor wenigen Wochen gesagt. In der Branche selbst will man jedoch solche Weinverkostungen programmieren und vorbereiten, das sei „auch im Westen nicht anders“, heißt es unter Inhabern von Weinstuben. Die Realität liegt dann – wie so oft - irgendwo dazwischen, denn mögen die Ansprüche des Deutschen gehoben sein, bis hin zu verschlossenen Türen ist es auf jeden Fall ein weiter Weg. Auch sonst: Aufklärungsbedarf ist nach wie vor reichlich fällig. Im Widerspruch sind sich viele, ob der Sommelier nun doch der professionelle Weinverkoster ist, oder bloß der Kellner, der den Kunden berät – und dies nicht nur, um irgendwas zu verkaufen. Und wie heißt dann der Weinverkoster? Im Duden ist der verwendete Ausdruck nicht vorhanden...
Altringen liegt an der Strecke und auch nicht. Mit Wein und Weinstraßen hat die Ortschaft, die ihren deutschen Namen auch im Kommunismus behalten hat, so gut wie gar nichts zu tun. Findige Reiseveranstalter fügen das „Casa Altringen“ gerne in ihre Reiserouten ein. Vor allem ausgewanderten Schwaben glaubt Ramona Lambing mit dieser Einrichtung viel Nostalgie zu vermitteln. Soweit das Versprechen der Passage-Chefin. Der Abstecher nach Altringen zum „Casa Altringen“ ist der Mühe Wert. Ein geräumiger Innenhof, in U-Form angelegter Gebäudetrakt, dahinter eine Gartenterrasse. „Auch das Essen hier ist nach traditionell schwäbischer Art zubereitet“, sagt Ramona Lambing, als wir an dem warmen Sommernachmittag allein auf der Terrasse sitzen. Allein, denn Einrichtung und Lokal sind seit 16 Uhr geschlossen, der Wächter verkauft uns trotzdem was zum Trinken. Gäste sind ebenfalls keine in den Zimmern beherbergt.

Werbung: sporadisch und im Alleingang
Es ist wie im Teufelskreis. Es macht nämlich wenig Sinn, 24 Stunden im Hinterland, Kilometer von der Landstraße entfernt, Restaurant und Herberge offen zu halten, wenn keine Gäste da sind. Auch andere Einrichtungen dieser Art stehen – und nicht nur der Wirtschaftskrise wegen – meist leer. Tourismus ist nicht so groß geschrieben, dass er die Einrichtungen zu füllen vermag, die Dorfbewohner ziehen die bescheidenen und deshalb auch billigen Dorfschenken vor. „Das ist uns zu nobel“, darum meiden die Bürger auf dem Land das Restaurant neben einer Herberge. „Vermutlich liegt im Restaurant neben der Pension der Schnaps- und Bierpreis erheblich höher“, hat mir vor Kurzem ein Dorfbewohner erzählt. Selbst getestet: Es war ein Unterschied von etwa zehn Prozent, dafür gab es bequeme Hocker, es war sauberer und leise Musik erklang. In archaisch anmutenden Dorfkneipen, wo das Plumpsklo weit im Hinterhof der Kneipe liegt, sind solche „vornehmen Ausstattungen“ wie Barhocker oder Musik ein Luxus, auf den man liebend gerne verzichtet, wenn das Getränk ein wenig billiger ist.
Vereinzelt für solche Einrichtungen zu werben bringt wohl kaum etwas, die Kräfte, das Geld und das Angebot bündeln, das würde Sinn machen. „Man kann Reisen veranstalten, die nicht unbedingt eine gesamte Weinstraße erfassen müssen. Ein Tages- oder Halbtagsabstecher kann zum Abschluss einer Konferenz durchaus Sinn machen“, sagt Ramona Lambing. Doch an der gesamten Strecke, in Minisch, in Paulisch, in Giorok sind die Weinstuben geschlossen. Werben tut jeder im Alleingang, so sieht es auch in der Tourismusbroschüre „Unterwegs im Banat“ aus, wo irgendwie unter „ferner liefen“ die Weinbau-Hochburgen erwähnt wurden, von einer Weinstraße keine Rede und geworben wird für einen einzigen Weinkeller. Beginnend mit dem Kurortstädtchen Lippa/Lipova reihen sich entlang der Landstraße in Richtung Arad Motels und Pensionen. Durchreisende sind nach wie vor die Hauptkunden, Fernlaster stehen auf den Parkplätzen. Johann Schütz, Inhaber der Pension Mara hatte mir mal erzählt, er habe einen Mann bezahlt, der ihm am Abend mitteilte, wie viele Wagen pro Tag vorbeigefahren waren. Dieses Argument war für ihn dann ausschlaggebend, um sein Motel einzurichten, nach wie vor besteht seine Kundschaft aus Durchreisenden, obwohl mitten im Weinbaugebiet, ist von einem solchen Tourismus für den zufällig Anreisenden nichts zu sehen. Dabei weiß doch Ramona Lambing, dass Weinliebhaber gerne dahin zurückkommen, wo sie sich schon mal gut aufgehoben wussten. Und ein Weinkenner will auch mal Wein einkaufen, ohne zuvor telefoniert zu haben, ob er denn eine oder zwei Flaschen auf die Schnelle erstehen könnte. Ein High-Light wäre auch die Verkostung in Giorok, wo der Messwein für die orthodoxe Kirche gekeltert wird. Doch auch da muss man sich ansagen, ad-hoc geschieht in dieser Hinsicht im gesamten Gebiet so gut wie gar nichts.

Kreativität falsch verstanden
Dabei ist Giorok nicht gerade vom wirtschaftlichen Segen befallen. Einst war der Kiessee das wirtschaftliche High-Light, dann kamen ausländische Unternehmer und ließen in Lohnarbeit Unterwäsche herstellen – auch das ist Geschichte. Genauso wie die Schmalspurbahn, die heute nur noch auf Bestellung Reisegruppen befördert. Wer es sich halbwegs leisten kann, macht sich in der Gegend mit viel Grün ein nettes Zuhause, Kunde vom Sargtischler mit seiner Firma mit kuriosem Namen (siehe Foto) möchte keiner werden.
Auch im neuesten Hotel der Gegend muss man sich zweimal überlegen, ob man noch mindestens einmal vorbeikommt. Vom Korridor aus ist ein Blick in die Zimmer durch große Fensterscheiben kaum zu umgehen – die Intimsphäre ist nur bei ausgeschaltetem Deckenlicht gesichert. Im Restaurant stimmen Speisekarte und Angebot nicht überein, das Essen schmeckt jedoch gut und die Bedienung ist in Ordnung. Das Interieur hat jedoch „den Charme einer Bahnhofshalle“, so das Fazit von Ramona Lambing, die weiß, dass dies alles Argumente sind, warum sich Rumänien als Tourismusattraktion äußerst schwer verkaufen lässt.

„Schweine“ auf den Straßen von Temeswar

Freche Plakate für mehr bürgerliches Selbstbewusstsein
Unter dem Namen „Schweine auf den Straßen von Temeswar“ gewinnt die neue Förderkampagne für eine saubere Stadt immer mehr Anhänger. Obwohl die Kampagne erst Ende August losgeht, haben bereits mehrere Temeswarer die frechen Plakate beantragt. Die Banner wurden noch nicht einmal gedruckt, schon möchten einige Hausverwalter durch die witzigen Zeichnungen die Einwohner darauf aufmerksam machen, dass sie ihre Stadt umweltfreundlich behandeln müssen. Abziehbilder oder Poster mit Schweinchen, die die Umwelt verschmutzen, wurden von den Wohnungsverwaltern beantragt. Diese sollen auf die Türen der „schmutzigen“ Hausbesitzer und Mieter geklebt werden oder sogar auf die Autos der Leute, die ihre Wagen auf dem Gehsteig parken. Dies soll den Bürgern ein schlechtes Gewissen bereiten – glauben sie.
Der Vizebürgermeister Adrian Orza zeigte sich über die rasche Auswirkung der neuen Kampagne positiv überrascht. „Es freut mich sehr, dass unsere Initiative bei den Temeswarern gewirkt hat“, sagt Orza. Vor einigen Wochen teilte der Vizebürgermeister seine neue Idee der Öffentlichkeit mit: „Schweine“ auf den Straßen, die die Bürger sensibilisieren sollen. (Die ADZ berichtete) Die Idee stammt ursprünglich aus Frankreich. Auf den Straßen von Paris sind mehrere derartige Karikaturen zu sehen. Diese stellen symbolisch Schweine dar, die die Bevölkerung an Stadtverschmutzung und Umweltschädigung erinnern sollen.
Die Karikaturen für die Stadt Temeswar wurden vom Künstler Radu Cle]iu geschaffen. Sie werden Ende des Monats auf einigen Werbeschildern in der Stadt gezeigt. Die beiden Slogans der Kampagne sind „Wir schütteln Schweine“ und „Wir erwischen Schweine“. Diese weisen eigentlich auf die zwei Bilder hin. Noch weiß man nicht genau, wo diese zu sehen sein werden und auch nicht, ob weitere Vorschläge der Temeswarer in Betracht genommen werden. Künftig sollen ähnliche Karikaturen auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln auftauchen.
Das Bürgermeisteramt bekommt diese Schilder kostenlos von einer Temeswarer Werbefirma, die diese Banner drucken wird. „Dies ist keine Beleidigung für die Temeswarer, sondern eine Mahnung für jene, die die Stadt nicht respektieren und den Müll einfach auf die Straßen werfen“, sagte Vizebürgermeister Orza vor einigen Wochen. Der Temeswarer Vizebürgermeister gab zu, dass er diese Idee aus Paris „geklaut“ hat, hob aber gleichzeitig die Bedeutung der Information hervor, die durch diese Kampagne vermittelt wird. „Manchmal muss ich zugeben, dass ich es lieber hätte, wenn manche Leute wegen Umweltverschmutzung und nicht wegen Falschparken bestraft sein würden“, fügte Adrian Orza hinzu.
Andreea Oance

Warnung vor Vipern

Die Hornviper ist im Banater Bergland heimisch.
Foto: Zoltán Pázmány


Heuwiesen und nackte Felsen sind zu vermeiden
wk. Reschitza – Der Vorfall liegt schon etwas zurück: Kinder eines Ferienlagers waren ausgeschwärmt, um die Umgebung der Nera-Klamm zu erkunden. Natürlich widerstanden sie auch der Versuchung nicht, auf die zugänglichen Kalksteinwände zu klettern. Und da geschah es: ein 13jähriges Mädchen, das sich gerade einen sonnigen Felsen hochhangelte, spürt am Mittelfinger einen brennenden Stich. Es hatte eine Hornviper beim Sonnenbaden überrascht und die hatte, instinktiv und als Schreckreaktion, zugebissen. Notdürftig versorgt kam das Opfer schleunigst ins nächstgelegene Krankenhaus. Doch das hier gelagerte Gegengift war abgelaufen. Und die naheste Stelle, wo es brauchbares Gegengift gab, war das Louis-Pasteur-Institut in Budapest.
Das Mädchen konnte von den Ärzten des kleinen Krankenhauses am Leben gehalten werden, bis der schnell reagierende Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der damals noch im Banater Bergland aktiv war, per Eilkurier mehrere Dosen aus Budapest heranschaffen konnte.
Im Banater Bergland gehört Gegengift gegen Vipernbiss – in der Regel ein-zwei Dosen – zur Standartausstattung der Krankenhäuser in Orawitza, Herkulesbad und Reschitza. Hat man Glück im Unglück, dann ist das Gegengift im Falle des Falles noch brauchbar. Hat man Unglück im Unglück, dann nicht. Dann hat man ein Problem. Denn nach wie vor wird trotz einer massiven Zunahme der Zahl von Horn-, Sand- und Steppenvipern – warum diese sch in den letzten Jahren so stark vermehren, das hat noch niemand erforscht – kaum zuverlässig für die Erneuerung der Bestände an Gegengift gesorgt. Das importiert werden muss...
Die Meteorologen sagen für die nächsten Wochen Trockenheit und hohe Temperaturen voraus. Das sind ideale Voraussetzungen für eine verstärkte Allgegenwärtigkeit der Vipern. Vor allem Ausflügler und Zelter sollten wissen, dass von den 80-Vipernarten der Familie der Viperladae nur drei in Rumänien leben. Das Banater Bergland gehört zu den Hauptverbreitungsgebieten von zwei der drei Arten: die vipera ammodytes – Hornviper, die vipera berus – die gemeine oder Sandviper, während die vipera ursinii – die Steppenviper, im Banater Bergland nicht vorkommt. Durch ihre neuro- und hämotoxischen Gifte gehören die in Rumänien vorkommenden Vipernarten zu den sehr gefährlichen.
Bevorzugte Aufenthaltsgebiete der beiden im Banater Bergland vorkommenden Arten ist der Karst: das Karasch-Tal (wo sie oft auf dem Reitsteg in Sonnenaugen liegen), die Nera-Klamm, die Gârli{te-Klamm, das Cerna-Tal ober- und unterhalb, aber auch auf dem Stadtgebiet von Herkulesbad, die Donau-Enge zwischen Basiasch und Orschowa. Allerdings wurde bereits in den Endsiebziger Jahren auch von der Präsenz von Vipern im Doman-Tal und sogar auf den Werkshöfen des Reschitzaer Maschinenbauwerks UCMR, also mitten in Reschitza, berichtet.
Der Reschitzaer Vipernkenner Cristian Popovici berichtet, dass er in der Karasch-Klamm eine mit etwas über 100 cm ungewöhnlich lange Hornviper gefangen und vermessen habe und dass er immer öfter im Reschitza nahegelegenen Doman Vipern gesichtet hat. Laut Popovici kenne man auch die Ursache der gegenwärtig zu beobachtenden kontinuierlichen Ausbreitung der Vorkommensgebiete der Vipern, der Ausdehnung ihres Habitats, noch nicht. Tatsache sei, so Popovici, dass die Zahl der Vipern allen Anzeichen nach viel größer ist, als die offiziellen Schätzungen angeben.
Außerdem habe Popovici bemerkt, dass sich gegenwärtig auch eine starke melanische Mutation (Farbmutation) bei der vipera berus vollzieht. Er habe in jüngster Zeit immer häufiger komplett schwarze gemeine Vipern gesehen. Das allgemeine Erkennungsmerkmal der Vipern – die gepunktete Zick-Zack-Linie auf den Rücken – sei immer öfter nicht mehr das unverwechselbare Erkennungszeichen, was bei Narurliebhabern zunehmende Vorsicht erfordere. Zusätzlich sind Vipern Meister der Camouflage, der Tarnung.
Im allgemeinen sind die Vipern aber grundsätzlich nicht angriffslustig und meiden den Menschen. Nur wenn sie gestört werden, wenn sie Gefahr wittern, wenn man auf sie tritt oder sie irgendwie überrascht können sie aggressiv werden, ziehen es aber im Regelfall vor, zu fliehen, wenn sich ihnen Menschen nähern. Vipernangriffe auf Menschen sind Selbstschutzreaktionen der Schlangen.