Foto: Balloony
oi. Temeswar - Wenn es nicht gerade regnete, waren am vergangenen Wochenende, auf dem Temescher Himmel, Heißluftballons zu sehen. Ursprünglich sollten es 21 sein, letztendlich traten 15 an, beim Start zum „Carpatia-Pokal“. Davon drei Mannschaften aus Rumänien: Aus Großwardein/Oradea, Bukarest und Temeswar/Timisoara. Die übrigen zwölf waren aus Ungarn angereist, um am Wettbewerb teilzunehmen.
Das Temeswarer „Balloony“-Team – vier Mitglieder und eine Crew-Chefin, alle noch ohne Heißluftballon-Lizenz - belegte den vorletzten Platz. „Wir haben nicht direkt am Wettbewerb teilgenommen, denn das war ja die nationale Meisterschaft Ungarns. Es war für uns eigentlich mehr zum Spaß, zum Stundensammeln wegen der Lizenzprüfung im Heißluftballon-Fahren, und nicht für die Punktevergabe“, sagt die Besitzerin des Balloony-Teams, Andrea Kremm. Etwas „verbissener“ in dieser Hinsicht waren die Ungarn, bei denen es um die Punktevergabe in der nationalen Meisterschaft ging.
In den meisten Disziplinen hatten also verständlicherweise die Ungarn die Nase vorn. In einer jedoch, dem Präzisionswerfen, konnte sich die Mannschaft aus Großwardein durchsetzen. Diese warf das Wurfobjekt nur 2,8 Meter vom zu treffenden Zielpunkt.
Die Veranstaltung wurde vom Temescher Kreisrat organisiert. Sie fand im Rahmen der „Tage der Euroregion Donau-Kreisch-Marosch-Theiß/Dunare-Cris-Mures-Tisa“ statt. Vielleicht ein wenig verwunderlich, dass in diesem Jahr der Kreisrat die nötige Finanzierung gefunden hat, da im vergangenen Jahr die Veranstaltung „aus Mangel an Geldern“, wie es damals hieß, abgeblasen wurde.
Den Balloony-Team gibt es seit einem Jahr. „Das Geschäft läuft inzwischen ziemlich gut“, so Andrea Kremm. 100 Euro plus Mehrwertsteuer für eine Stunde „abheben“, pro Person, müssen während der Woche von den Heißluftballonfans bezahlt werden, am Wochenende sind es 120 plus Mehrwertsteuer. Für die Zukunft plant die Besitzerin, Hochzeiten in Heizluftballons zu veranstalten. „Zurzeit ist unser Heißluftballon zu klein, in den Korb passen also nicht genügend Leute, um eine Eheschließung mit Priester vollziehen zu können“, so Andrea Kremm.










